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Zwei neue Register für die Kirchenorgel

Im Innern der Landow-Orgel: Viele neue Pfeifen aus Metall und Holz hat Orgelbauer Christian Miethe in dieser Woche in das Hasenfelder Instrument eingebaut und fest geleimt. Zum Schutz vor Fingerabdrücken trägt er bewusst Handschuhe.
Im Innern der Landow-Orgel: Viele neue Pfeifen aus Metall und Holz hat Orgelbauer Christian Miethe in dieser Woche in das Hasenfelder Instrument eingebaut und fest geleimt. Zum Schutz vor Fingerabdrücken trägt er bewusst Handschuhe. © Foto: Cornelia Link
Cornelia Link / 30.03.2012, 07:13 Uhr
Hasenfelde (MOZ) Das Restaurieren der Landow-Orgel (1857) in der Kirche geht voran. In dieser Woche zwängten sich Christian Miethe und Gaston Botz von der Müllroser Orgelbau-Firma Sauer täglich ins Innerste des Instruments, um zwei weitere Register zu erneuern.

Das Instrument besitzt insgesamt elf Register und über 500 Pfeifen (Länge: anderthalb Zentimeter bis 2,40 Meter). Fünf Register sind bereits restauriert worden, nun folgen zwei weitere. Mit ihnen erhalte die Orgel in den Klangfarben einen eigenen Charme. "Damit lassen sich nun Konzerte, das Abendmahl, sogar Solisten viel ruhiger begleiten", erklärt Orgelbauer Christian Miethe. Viele der dafür benötigten Pfeifen aus Metall und Holz wurden vorab bereits in der Firma in Handarbeit gefertigt, nun eingebaut. "Bis zum Wochenende wird noch intoniert, die neuen mit den restlichen Registern verbunden", so Miethe. Entfernt habe man zudem viel Schutt aus dem Dachboden. "Der rieselte ins Instrument, setzte die Pfeifen zu. Wir haben den Holzwurm in den Balken bekämpft, die Decke mit Folie verschlossen."

Die Orgelbauer kennen die Kirche, waren oft im Haus. Für die Restaurierung stark macht sich der örtliche Förderkreis Orgel seit 2003, sammelt emsig Spendengeld. Am Sonntag lud er zum Benefiz-Konzert mit Küchenliedern und Moritaten. "70 Besucher haben rund 425 Euro für die Orgel gespendet", freut sich Vereinsmitglied Hans Schneider. Bei der Museums-Nacht (11. Mai), Konzert mit Musikschülern (13. Mai) sowie zwei Hoffesten noch 2012 hoffe man darüberhinaus auf Spenden zugunsten der Orgel.

"73 000 Euro wurden schon verbaut, immer in Etappen, je nachdem, wie Förder- und Eigenmittel vorhanden waren", sagt Schneider. Von gesammelten 17 000 Euro werden gerade die der Register sechs und sieben restauriert, beantragt sei zudem Förderung beim Land für zwei weitere noch in diesem Jahr. "Wir hoffen zum Jahresende insgesamt 90 000 Euro zu haben, dann fehlen bloß noch 15 000 Euro für die letzten beiden Register", so Schneider. Ziel sei, im nächsten Jahr die Orgel komplett fertig saniert zu haben - passend zum 725-jährigen Bestehen von Hasenfelde.

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Yogi 30.03.2012 - 13:06:49

Orgelfreunde

Es ist schon sehr bemerkenswert mit welcher Bereitschaft und Energie die Freundeskreise sich um die Orgeln kümmern. Leider reicht mitunter die Kraft nicht mehr aus, um z.B. die Hasenfelder Orgel sonntags, wenn Gottesdienst ist, zu hören. Ich, der sie spielt, stand sonntags schon einige male vor verschlossener Tür weil niemand kam. Das ist sehr traurig, denn ich habe einige km Anfahrtsweg und das frühe Aufstehen war umsonst. Vielleicht bessert es sich.

Steffen Adam 30.03.2012 - 12:24:40

Herzlichen Glückwunsch

Ich freue mich, dass auch in Hasenfelde die Orgel so einen Fortschritt macht. Da sieht man gleich, was bürgerschaftliches Engagement in einem Ort bewirken kann, wenn es Menschen gibt, die hinter einer Idee stehen. Ich war auch schon begeistert, was der Freundeskreis Sauerorgel in Heinersdorf geschafft hat. So kommt wieder Kultur in den Ort. Weiter so!

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