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Steinhöfler Triathlet schafft Ironman auf Hawaii

Vor dem Ziel: Andreas Schirnick aus F³rstenwalde beim Ironman auf Hawaii.
Vor dem Ziel: Andreas Schirnick aus F³rstenwalde beim Ironman auf Hawaii. © Foto:
UWUTTKE / 21.11.2009, 09:16 Uhr
Fürstenwalde/Hawaii () Etwa 1800 eisenstarke Frauen und Männer aus aller Welt starteten in Kailua/Kona zum härtesten Rennen der Welt - dem Ironman Hawai. Der 42-jährige Triathlet vom TV-Fürstenwalde, Andreas Schirnick, hatte sich bereits zum zweiten Mal in Frankfurt/Main für diesen als Weltmeisterschaft geltenden Wettkampf qualifiziert.

Dabei war die Vorbereitung alles andere als ideal gelaufen. Immer wieder Schmerzen in der Achillessehne. An das notwendige Lauftrainingspensum war nicht zu denken. Dieser Rückstand ließ ihn mit gemischten Gefühlen ins Rennen gehen. Als um 7 Uhr der Startschuss fiel, begab sich der Steinhöfler auf die 3,8 km- lange Schwimmstrecke im Pazifik. Im 26°C warmen Wasser schwimmen Athleten aller Altersklassen und Nationen, auch mit Handicap. Begleitet von Einheimischen auf Surfbrettern und in typisch hawaiianischen Kajaks ging es auf den Ozean hinaus, der an diesem Morgen eine unangenehme Dünung hatte.

Nach 75 Minuten stieg Schirnick aus dem Wasser und wechselte auf das Rad. In diesem Jahr war er besser auf die gnadenlose Sonne vorbereitet und zog seine weiße Wettkampfkleidung über. Nun ging es auf die 180 km-Strecke in der Lavawüste von Big Island. Rund 30 km vor Ende drehte der Wind und blies direkt von vorn, sodass das letzte Radstück eine echte Herausforderung wurde. 5:45h für die Radstrecke. Damit war Schirnick unzufrieden.

Dabei folgte jetzt erst der wirklich schwierige Teil. Durch seinen Trainingsrückstand konnte er seine Leistung auf der Laufstrecke nicht einschätzen. "Die ersten 8 km waren wirklich schwer", sagte er später. Seine Marathon-Zeit von 4:10h war eine der schlechtesten seiner Karriere. Zur Hitze und der angeschlagenen Achillessehne kommen noch Magenprobleme. " Nur noch durchkommen " dachte er und holte sich Kraft beim Publikum, das die Athleten unermüdlich angefeuert und vorangetrieben hat.

Und nach 11:23h überquerte er als 933er die Ziellinie in Kailua Kona. "Das Rennen hat mir wirklich alles abverlangt." Gleichwohl war er stolz, schon zum zweiten Mal ein Ironman-Finisher auf Hawaii zu sein. Diese einmalige Kulisse und die ehrliche Achtung vor der Leistung der Triathleten bleiben noch lange im Gedächtnis.

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