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Trauriger Sparplan

Harriet Stürmer
Harriet Stürmer © Foto: MOZ
Harriet Stürmer / 21.11.2013, 18:50 Uhr
(MOZ) Die Reproduktionsmedizin stellt ungewollt kinderlosen Paaren heute einige viel versprechende Behandlungsmethoden zur Verfügung. Der Weg zum Wunschkind ist allerdings sehr teuer. Ein Versuch kann mehrere Tausend Euro kosten. Und im Schnitt werden erst nach drei Versuchen 60 bis 70 Prozent der Frauen schwanger. Der Kostenfaktor schreckt viele Betroffene ab: So ging die Zahl der mithilfe der Fortpflanzungsmedizin geborenen Kinder deutlich zurück, seit viele gesetzlichen Krankenkassen nur noch die Hälfte dazugeben.

Der Bund hat auf die alarmierende Entwicklung reagiert und den Ländern auch mit Blick auf die demografische Krise im vergangenen Jahr ein vernünftiges Angebot gemacht. Der Vorschlag: Der Bund übernimmt ein Viertel der Kosten, wenn das Land genauso viel zusteuert - kinderlose Paare werden entlastet.

Inzwischen sind alle ostdeutschen Länder dem Aufruf gefolgt. Nur in Brandenburg meint man, dass der Bund allein in der Pflicht ist, und lässt Kinderwünsche am fehlenden Geld scheitern. Ein Ja zu Kindern, zum Leben und zur Familie klingt anders. Harriet Stürmer

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Frank 22.11.2013 - 10:32:22

Die Regierung von Brandenburg hat andere Prioritäten

Der unfertige BER kostet im Unterhalt und für den Schuldendienst täglich eine Million EUR. Der 350-Millionen-Landtag und das Finanzministerium mit 25 Millionen wurden auf Pump gebaut und Brandenburg zahlt kräftig dafür. Die geplante Potsdamer Garnisonskirche soll 65 Millionen kosten. Brandenburg schleppt zusätzlich noch die Erblast zahlreicher Mega-Pleiten mit sich herum, angefangen die Kadaver-Affäre (aus der Vor-Internetzeit). Lausitzring, Cargolifter, Lausitztrasse .... mit sich herum. Gleichzeitig ist man auf Mittel des Länderfinanzausgleichs aus Bayern und Baden-Württemberg angewieden, ohne die die "Kleine DDR" längst so pleite wie Berlin und Bremen wären. Straßenreparatur, Kultur, Bildung, Gesundheitswesen, Polizei - aus diesen Bereichen werden die Gelder herausgesaugt, um den Betrieb aufrecht zu erhalten. Selbst für den Kampf gegen Rechts ist zuwenig Geld vorhanden. Nächstes Jahr ist Landtagswahl.

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