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IGA wirft Schatten voraus

Blick in die Zukunft
Blick in die Zukunft © Foto: IGA Berlin
Steffi Bey / 15.04.2014, 17:40 Uhr
Berlin (MOZ) Der Startschuss für die Gestaltung des künftigen Haupteingangs der Internationalen Gartenbauausstellung (IGA) ist am Dienstag gefallen: Auf dem Mittelstreifen der Hellersdorfer Straße wurden die ersten Rot-Ahorne gepflanzt.

Es ist ein kleiner Anfang und ein Vorgeschmack auf das, was noch kommt. Wenn 2017 die IGA öffnet, wird das Gelände um den U-Bahnhof Grottkauer Straße kaum wiederzuerkennen sein. "Der sogenannte ,Auftakt Hellersdorf' führt die Besucher in das rund 100 Hektar große Ausstellungsgelände hinein", sagte am Dienstag Christoph Schmidt, Geschäftsführer der IGA Berlin 2017 GmbH.

Empfangen werden sie von farbenfrohen Blumenrabatten, an denen man sich nicht satt sehen kann. Dazu werden auf den jetzt noch eintönigen Hängen Zwiebeln und Samen in die Erde gebracht. Außerdem gibt es dann einen Markt mit etwa 20 Pavillons, Verleihstationen, Imbissangeboten sowie Panoramaschaukeln.

200 Fahrradstellplätze soll es zudem in diesem Bereich geben sowie einen Busparkplatz. "Auch die Talstation der Seilbahn hat künftig nahe der Hellersdorfer Straße ihren Platz", erklärt Christoph Schmidt. Die Gäste können vor dort aus direkt auf den 102 Meter hohen Gipfel des Kienbergs schweben und weiter direkt in die Gärten der Welt gleiten. Wer möchte, hat auch die Möglichkeit, seinen IGA-Rundgang vom Auftakt Hellersdorf aus zu Fuß durchzuführen.

"Auf jeden Fall soll dieser gesamte Eingangsbereich praktisch als erster Eindruck der Gartenschau die Besucher begeistern und ihre Erwartungen übertreffen", betont der Geschäftsführer. Schon jetzt steht fest: Auch nach der Ausstellung werde sich der Ort als urbanes Entree dauerhaft etablieren - als Schnittstelle zur U-Bahn-Anbindung von der Innenstadt aus zum Park am Kienberg und den Gärten der Welt. Geplant ist zudem, den U-Bahnhof Grottkauer Straße zu modernisieren und den barrierefreien Zugang herzustellen. Dafür soll ein Aufzug installiert werden.

Nach dem jetzt erfolgten grünen IGA-Startschuss gehen in den nächsten Monaten die Planungen weiter. Unter anderem werden Entwicklungskonzepte für den Kienberg erstellt, mit dem Ziel, die Artenvielfalt zu erhalten. "Wir arbeiten dabei sehr eng mit Naturschutzverbänden zusammen und nehmen die Bedenken der Bewohner sehr ernst", betont Christian Gaebler, Staatssekretär der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt. Außerdem wird es weitere Informationsveranstaltungen geben. "Wenn wir im Sommer dann unsere Büros am Blumberger Damm bezogen haben, stehen unsere Türen für Anregungen und Hinweise offen", kündigt Geschäftsführer Schmidt an.

Die zehn Rot-Ahorne, die nun auf dem Mittelstreifen der Hellersdorfer Straße wachsen, spendete die Allianz Umweltstiftung. Sie beteiligt sich damit an der 2012 vom Berliner Senat initiierten Kampagne "Stadtbäume für Berlin". Hintergrund dieser Initiative: Die in den vergangenen Jahren entstandenen Baumlücken der Hauptstadt - vor allem durch Schädlingsbefall - sollen wieder geschlossen werden.

Ziel ist es, bis zur Eröffnung der IGA mit Hilfe von Spenden rund 10 000 neue Bäume an Berlins Straßen zu pflanzen. "Immer wenn 500 Euro zusammengekommen sind, gibt der Senat den Rest dazu und ein Baum wird gepflanzt", sagt Staatssekretär Christian Gaebler.

Durch die finanzielle Förderung der Allianz Umweltstiftung konnten in Berlin beispielsweise der Mauerpark, der Lustgarten sowie der Orientalische und der Christliche Garten in den Gärten der Welt aufgebaut werden.

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