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Rot, prall, saftig

Beachten: Bei zu viel Wasser platzen die leckeren Früchte schnell auf.
Beachten: Bei zu viel Wasser platzen die leckeren Früchte schnell auf. © Foto: dpa-tmn
22.07.2014, 16:40 Uhr
(dpa) Tomaten sollen gut schmecken und gut aussehen. Hobbygärtner schwören auf die aus dem eigenen Garten. Doch tatsächlich Prachtexemplare ernten zu können, ist gar nicht so einfach. Mit den richtigen Tipps steigen die Chancen deutlich.

Langsam reifen die Tomaten an den Stauden heran. Doch bis sie rot und saftig werden, kann noch einiges schief gehen. Hier sind fünf Tipps für Hobbygärtner, wie sie prächtige Tomaten im Beet und Gewächshaus heranziehen:

Ausgeizen:

Einmal pro Woche werden Seitentriebe von Tomatenpflanzen weggebrochen. Das nennt der Profi Ausgeizen. Sonst verschwendet die Pflanze zu viel Energie für ihr Wachstum, statt es in die Bildung der Früchte zu stecken. Die nachwachsenden Seitentriebe sollten daher maximal zehn Zentimeter lang werden, erläutert die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Je kleiner die Triebe sind, desto besser ist es auch für die Wundheilung. Allerdings schätzen Buschtomaten diese Prozedur überhaupt nicht. Sie wachsen gedrungen und tragen die Früchte an vielen Seitentrieben.

Gleichmäßig wässern:

Tomaten brauchen immer gleichmäßig viel Wasser. Ist es zu wenig, vertrocknen die Pflanzen. Bekommen sie nach einer Trockenperiode aus Gießkanne oder Gewitterwolken zu viel Wasser, platzen die Früchte, warnt die Bayerische Gartenakademie. Hobbygärtner sollten deshalb regelmäßig und gleichmäßig gießen. Grundsätzlich haben Tomaten vor allem an warmen Tagen einen hohen Wasserbedarf.

Nur unten gießen:

Werden die Blätter der Tomate nass, kann sich Braunfäule entwickeln. Beim Gießen sollte daher nicht von oben auf die Pflanze gegossen werden. Am besten wird nur die Erde nass, rät Nadine Lechner vom Bundesverband Einzelhandelsgärtner (BVE). Die Bayerische Gartenakademie empfiehlt, Pflanzen im Freien mit einer Folienüberdachung vor Regen zu schützen.

Belüften:

Auch hohe Luftfeuchtigkeit machen die Pflanzen anfällig für die Erreger der Kraut- und Braunfäule. Daher sollte die Luftfeuchte im Gewächshaus durch Lüften niedrig gehalten werden, erläutert Jochen Winkhoff von der Bundesfachgruppe Gemüsebau im Zentralverband Gartenbau.

Schädlinge bekämpfen:

Im Gewächshaus werden Tomaten schnell von der Weißen Fliege befallen. Hier ist die Bekämpfung mit Spritzmitteln schwierig. Besser sei der Einsatz von Schlupfwespen, die es im Fachhandel gibt, erläutert die Landwirtschaftskammer NRW. Die Insekten saugen die Eier der Weißen Fliege aus oder legen ihre eigenen in die des Schädlings.

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