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Blütenpracht mit Krone

Wie ein Bäumchen: Viele Pflanzen lassen sich als Hochstamm züchten, auch Rosen.
Wie ein Bäumchen: Viele Pflanzen lassen sich als Hochstamm züchten, auch Rosen. © Foto: dpa-tmn
02.08.2014, 12:24 Uhr
(dpa) Fuchsien, Strauchmargeriten, Wandelröschen und viele andere Kübelpflanzen lassen sich als Hochstamm ziehen. Damit sitzen ihre Blüten höher, und es ist somit Platz für weitere Pflanzen unter der Krone.

Die Klassiker in dieser Wuchsform sind Rose, Fuchsie und Buchs - sie haben einen Stamm, auf dem eine Krone thront. Das Angebot wird aber immer größer: Margeriten, Wandelröschen und Enzianstrauch, Oleander, Zitrusfrüchte, Rosmarin, Zwergflieder, Lorbeer und Fächerahorn werden ebenfalls als Hochstamm gezüchtet.

"Durch ihre Höhe betonen sie Hauseingänge und Einfahrte", erklärt Hansjörg Haas, Fachbuchautor aus Herbolzheim (Baden-Württemberg). "Gerade an solchen Standorten werden durch Formschnitt auch gerne schöne Symmetrien gebildet." Etwas höher gesetzt kommen die Blüten besser zur Geltung. Duftende Hochstämmchen finden ihren Platz deshalb gerne in der Nähe des Sitzplatzes. Auch Platzgründe sprechen für Hochstämmchen. Das liegt zum einen daran, dass die Krone durch den Schnitt geformt wird. Zum anderen sei darunter Platz für weitere Pflanzen, sagt Oliver Fink, Vorsitzender des Verbandes der Gartenbaumschulen.

Ob ein Hochstämmchen gesund ist, kann der Hobbygärtner beim Kauf an mehreren Stellen erkennen: "Der Stamm sollte gerade gewachsen sein", zählt Haas auf. "Die Rinde darf keine Verletzungen aufweisen." Bei veredelten Gehölzen sollte die Veredlungsstelle nicht eingetrocknet oder die Rinde eingefallen sein. Das wäre ein Zeichen dafür, dass die Stelle nicht gut verwachsen ist. Die Kronenform sollte rundum dicht und gleichmäßig sein.

Hochstämmchen brauchen häufig eine Stütze. "Insbesondere junge Pflanzen haben oft große Kronen", erläutert Peter Botz, Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Garten-Center. "Der Stamm ist jedoch noch nicht ausreichend ausgereift und kann leicht brechen."

Er rät daher, die Pflanze mit einem Stab zu sichern, einen windgeschützten Standort zu wählen und die Krone kleinzuhalten.

Pflanzen mit Hochstämmchen haben ihren Preis. Ambitionierte Hobbygärtner können sich aber an die eigene Anzucht wagen. "Mit Fuchsien erzielt man am einfachsten und schnellsten Erfolge", sagt Fink. Aber auch der Enzianstrauch, Schönmalven, Flieder, Buchs oder Lorbeer seien gut für Anfänger geeignet.

"Für die Anzucht verwendet man am besten eine junge Pflanze mit einem kräftigen, möglichst aufrecht wachsenden Haupttrieb", rät Botz. Weitere Haupttriebe sowie die Seitentriebe des künftigen Stammes entfernt der Hobbygärtner. Die Blätter müssen allerdings dranbleiben, damit die Pflanze weiterhin Sonnenlicht in Stärke verwandeln kann.

Der Stamm wird mit einem speziellen Schlauchband oder kleinen Baumbindern an einem Stützstab befestigt, die Triebspitze bis zur gewünschten Höhe aufgeleitet und der Neuaustrieb immer wieder am Stab fixiert. Drei bis fünf Augen oberhalb des gewünschten Kronenansatzes wird die Spitze gekappt.

Jetzt treiben aus den oberen Augen die Triebe für die künftige Krone aus. Sie werden wieder nach drei bis fünf Augen eingekürzt, um die Verzweigung zu fördern.

So entsteht eine möglichst dichte, buschige und kugelrunde Krone. Alle unerwünschten Seitentriebe, die sich unterhalb der Krone am Stamm bilden, sowie alle Emporkömmlinge aus dem Erdreich müssen immer wieder gekappt werden - je früher, desto besser.

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