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Mit eigener Dachmarke und einer Marketingoffensive hofft Treptow-Köpenick auf mehr Touristen

Mit einer Marketingoffensive hofft Treptow-Köpenick auf mehr Touristen

Neues Konzept, neues Glück: Michael Diehl, Presseverantwortlicher und Veranstaltungsmanager des Tourismusvereins will vor allem Senioren und Familien locken.
Neues Konzept, neues Glück: Michael Diehl, Presseverantwortlicher und Veranstaltungsmanager des Tourismusvereins will vor allem Senioren und Familien locken. © Foto: MOZ
Steffi Bey / 08.07.2015, 18:16 Uhr
Berlin (MOZ) Anders als die City, dafür genauso vielseitig: Treptow-Köpenick will noch mehr Besucher an den Stadtrand locken. Die im Frühjahr präsentierte touristische Kampagne zeigt schon erste Erfolge. Doch der Außenbezirk profitiert auch davon, dass die Kapazitäten für Besucher in der Berliner Innenstadt langsam ausgereizt sind.

Auf einem roten Logo, mit stilisiertem Brandenburger Tor im Hintergrund, steht der Schriftzug: "dein Treptow-Köpenick". Dahinter verbirgt sich die neue touristische Dachmarke für Berlins grünsten und wasserreichsten Bezirk. Auf sämtlichen Prospekten, Flyern und Broschüren, die der Tourismusverein Treptow-Köpenick herausgibt, sowie im Internet, prangt seit kurzem dieses kleine aber auffällige Quadrat. "Wir wollen damit professionell auf unsere riesigen Potentiale aufmerksam machen", betont Michael Diehl, Presseverantwortlicher und Veranstaltungsmanager des Tourismusvereins Treptow-Köpenick.

Gemeinsam mit der bezirklichen Wirtschaftsförderung wurde in den vergangenen Monaten eine Tourismuskonzeption und Marketingkampagne erarbeitet. Modellcharakter hat zudem die Kooperation mit visitBerlin. Herausgekommen sind acht Leitthemen - "Acht-Sterne-Region" - mit der klare Akzente gesetzt werden: Wasser genießen, Natur erkunden, Freizeit gestalten, Kultur verstehen, Stadtviertel besuchen, Szene entdecken, Events erleben sowie Business im Grünen stehen dabei im Mittelpunkt. "Ziel ist es, den Entdeckergeist der Gäste zu wecken und ebenso das Gefühl zu vermitteln, hier gibt es für verschiedene Ansprüche, viel zu erleben", macht Diehl deutlich. Ob mit dem Dampfer über den Müggelsee schippern, durch die Bölschestraße flanieren, auf dem Restaurantschiff feiern oder Konzerte in der Kindlbühne Wuhlheide erleben - Hauptsache, die Besucher kommen. Denn nur 2,3 Prozent der gut elf Millionen Berlinbesucher haben 2014 im Bezirk übernachtet. Das sei ausbaufähig, schließlich stehen mehr als 4000 Hotelbetten bereit.

Diehl hofft, dass Treptow-Köpenick künftig mehr von Berlin-Touristen profitiert, die zum zweiten Mal oder noch öfter in die Hauptstadt reisen. "Die Erfahrungen zeigen, dass solche Gäste gezielt Angebote suchen, bei denen sie sich aktiv erholen oder stärker die Natur erleben können", sagt er. Auch Familien oder Ältere sollen mit den Angeboten gelockt werden.

Viel verspricht sich der Experte ebenso von der Zusammenarbeit mit visitBerlin. So sind unter anderem gemeinsame Messeauftritte geplant und die neuen Flyer der Treptow-Köpenicker liegen bereits in den Infostores der großen Tourismus und Kongress GmbH aus.

Erste, kleine Erfolge der Offensive sind schon spürbar. Laut Diehl haben sich die Zugriffe auf die moderne, völlig überarbeitete Internetseite des Tourismusvereins verdoppelt. Auch der Facebook-Auftritt komme gut an. "Derzeit befragen wir unsere touristischen Partner, wie die Online-Medien ankommen, was vielleicht noch verbessert werden kann", erklärt Diehl.

Rund 70 Mitglieder - darunter Hotels, Gaststätten und andere Dienstleister - sind momentan im 1991 gegründeten Verein organisiert. Es ist der älteste Zusammenschluss dieser Art in Berlin. Erfolgreiche Projekte, die weit über die Bezirksgrenzen hinaus wirken, gab es schon viele. Dazu gehört beispielsweise die "Gelbe Welle" - Piktogramme, die an Wasserrastplätzen auf das Serviceangebot hinweisen. Diese Marke konnte der Tourismusverein dem Deutschen Tourismusverband sogar verkaufen. "Auch die blauen Schilder, die vor allem auf Berlin und Brandenburger Wasserstraßen zu finden sind, gehen auf unsere Initiative zurück", sagt Michael Diehl stolz.

Nach wie vor spielt der weltbekannte Hauptmann von Köpenick eine wichtige touristische Rolle. Die neueste Errungenschaft sind Hauptmann-Münzen, die in einem extra aufgestellten Automaten in der Touristinfo am Köpenicker Schlossplatz erworben werden können.

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