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Autotest Skoda Kodiaq

Bärenstarker Auftritt: Skoda Kodiaq
Bärenstarker Auftritt: Skoda Kodiaq © Foto: MOZ/Hajo Zenker
Hajo Zenker / 08.11.2017, 13:20 Uhr - Aktualisiert 09.11.2017, 17:27
Berlin (MOZ) Der Erfolg der SUV (Sport Utility Vehicle, in etwa: sportliches Nutzfahrzeug) scheint derzeit nicht aufzuhalten. Die SUVs erreichten laut Kraftfahrt-Bundesamt im Oktober nach einer Steigerung um +30,9 Prozent einen Anteil von 16,4 Prozent aller verkauften Neuwagen - und waren damit das zweitstärkste Segment nach den Kompakt- und noch vor den Kleinwagen. Kein Segment legte dabei mehr zu als die SUVs. Da muss man sich nicht wundern, dass die Hersteller ihr Angebot ausbauen – wie etwa auch Skoda.

Der Erfolg der SUV (Sport Utility Vehicle, in etwa: sportliches Nutzfahrzeug) scheint derzeit nicht aufzuhalten. Die SUVs erreichten laut Kraftfahrt-Bundesamt im Oktober nach einer Steigerung um +30,9 Prozent einen Anteil von 16,4 Prozent aller verkauften Neuwagen - und waren damit das zweitstärkste Segment nach den Kompakt- und noch vor den Kleinwagen. Kein Segment legte dabei mehr zu als die SUVs. Da muss man sich nicht wundern, dass die Hersteller ihr Angebot ausbauen – wie etwa auch Skoda.
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Motor

Für den Antrieb stehen drei Benziner und zwei Diesel zur Verfügung, eine zumindest teilelektrische Lösung in Form eines Hybrid gibt es nicht. So bewegt man sich zwischen 125 PS und 190 PS. Der von uns gefahrene Zwei-Liter-Diesel mit 190 PS macht seine Sache gut, braucht aber trotz eines maximalen Drehmoments von 400 Newtonmetern (1750 Umdrehungen) angesichts des Gewichts von 1,8 Tonnen einen Moment, um den Wagen so richtig in Schwung zu bringen. Dann aber geht es flott voran, in neun Sekunden von 0 auf Tempo 100 und bis auf 210 km/h auf der Autobahn. Die bei diesem Motor serienmäßige Sieben-Gang-Automatik passt gut.

Karosserie/Ausstattung

Während andere Hersteller ihr SUV –Angebot nach unten abrundeten, ging Skoda mit dem Kodiaq den entgegengesetzten Weg und setzte auf Wachstum – bisher gab es SUV nur eine Nummer kleiner. Der Kodiaq ist dabei mit seinen 4,70 Metern zwar nur vier Zentimeter länger als das Erfolgsmodell Octavia (und gar 16 Zentimeter kürzer als ein Superb), vermittelt mit seinem bulligen Design und seinem gewaltigen Platzangebot aber wahrlich den Eindruck eines waschechten Geländegängers. Und wurde deshalb durchaus angemessen Kodiaq getauft, nach dem größten Braunbären der Welt. Innen herrscht typische Skoda-Funktionalität, die keine Rätsel aufgibt. Die Materialauswahl überzeugt. Dazu gibt es massig Platz und diverse Ablagemöglichkeiten. Die optionale dritte Sitzreihe (kostet in der Basis 890 Euro extra) macht den Kodiaq zum echten Familientransporter - und selbst dann gibt es noch 270 Liter Kofferraum. Als Fünfsitzer hat man gar gewaltige 720 Liter Raum für Gepäck. Natürlich geht es heute nicht mehr ohne Internet, auch bei Skoda. Bei einem Unfall wird automatisch Hilfe gerufen, hat man ein technisches Problem, reicht ein Knopfdruck im Dachhimmel, um eine Werkstatt zu kontaktieren, die auch gleich alle Daten herunterladen kann. Dieses System ist 14 Jahre lang kostenlos. Ein Jahr umsonst sind dann noch diverse Internetdienste. Zudem gibt es eine App, mit deren Hilfe man sein Auto wiederfindet, den Füllstand des Tanks erfährt oder auch merkt, ob der Nachwuchs mit dem Kodiaq schneller unterwegs war als vereinbart. Serie sind beim Kodiaq unter anderem sieben Airbags (Seitenairbags hinten 440 Euro), Multikollisionsbremse, City-Notbremsfunktion, Berganfahrassistent, Nebelscheinwerfer, beheizte Scheibenwaschdüsen, Klima, Musikanlage, Fensterheber rundum, fernbedienbare Zentralverriegelung. Parksensoren hinten (in der Basis 340 Euro Aufpreis) oder gleich die Rückfahrkamera (360 Euro, nicht für die Basis) sollte man sich bei einem solchen Gefährt aber gönnen. Wie man das von Skoda mittlerweile erwartet, haben sich die Tschechen wieder eine nette Kleinigkeit einfallen lassen: Öffnet man die Türen, fahren automatisch Plastikteile heraus, die die eigene Tür und einen daneben parkenden Wagen vor Beschädigung schützen. Natürlich hat der Kodiaq auch den fast schon legendären Eiskratzer im Tankdeckel und (aber nicht in der Basis) den integrierten Regenschirm an Bord.

Fahrverhalten

Trotz Höhe und Größe ist der Skoda gar nicht schaukelig veranlagt. Stattdessen kann der Kodiaq auch grobe Bodenunebenheiten super wegbügelt und bei Allradantrieb per Knopfdruck auch etwas schweres Gelände bewältigen. Die Lenkung könnte direkter sein.

Wirtschaftlichkeit

Preislich geht es (mit 125-PS-Benziner und Frontantrieb) bei 26.150 Euro los. Für diese Größe ist das wirklich fair. Mit dem von uns gefahrenen 190-PS-Diesel nebst Allrad und Automatik landet man dann aber bereits bei 37.790 Euro.  Nach Norm verbraucht der Motor 5,7 Liter Diesel auf 100 Kilometer (150 g/km CO2), einen knappen Liter mehr sollte man einplanen.

Fazit

Viel Raum, geländegängertypisch verpackt, funktional, hochwertig, pfiffig  – ein bärenstarkes Angebot.

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