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Hyundai i30 N: GTI auf Koreanisch

Hyundais Sportler ist außen nicht auf Krawall gebürstet, hat aber Leistung satt unter der Haube.
Hyundais Sportler ist außen nicht auf Krawall gebürstet, hat aber Leistung satt unter der Haube. © Foto: Hersteller
Wolfgang Brekeller / 13.11.2017, 15:50 Uhr - Aktualisiert 13.11.2017, 15:47
Frankfurt (Oder) (MOZ) Dass Hyundai ansehnliche, technisch solide, alles in allem also vernünftige Autos baut, hat sich in mittlerweile 26jähriger Präsenz der Koreaner auf dem hiesigen Markt überzeugend herumgesprochen. Doch die stärkste asiatische Marke in Deutschland kann auch unvernünftig: Kompakte Kraftprotze vom Schlage der Golf GTI, Astra OPC, Focus ST, Leon Cupra oder Civic Type-R bekommen ab sofort bärenstarke Hyundai-Konkurrenz. Das erste Hochleistungsmodell der Koreaner heißt i30 N, basiert auf dem 4,34 Meter langen Fünftürer der i30-Baureihe und wird von einem 2,0-Liter-Turbobenziner befeuert, der wahlweise 250 oder 275 PS leistet und bis zu 378 Newtonmeter Drehmoment an die Vorderräder abdrückt.

N steht für den Entwicklungsstandort Namyang in Korea. Vor allem aber auch für den Nürburgring, an dem Hyundai ein Testcenter unterhält. Auf der legendären Nordschleife fand die Feinabstimmung des Kompaktsportlers statt. Die leitete kein Geringerer als Albert Biermann, der seine Laufbahn bereits 2015 weiter buchstabiert hat – von M (BMW M GmbH) auf N, Hyundais künftige Sportsparte. Maximalen Fahrspaß garantiert neben dem Know-how aus Deutschland ein anspruchsvolles Technikpaket aus Korea. Bereits die 250-PS-Version des i30 N, dessen eher zurückhaltend gestaltetes Äußere nirgendwo auf Krawall gebürstet wurde, verfügt unter anderem über ein adaptives Sportfahrwerk und automatisches Zwischengas für schnelles Herunterschalten mit der knackigen Sechsgangbox. Die Performance-Version mit 275 PS bringt darüber hinaus ein elektronisches Sperrdifferenzial, den Sportauspuff mit variabler Klappensteuerung, größere Bremsen und 19-Zöller statt 18-Zoll-Räder mit.

So ausgestattet dürfte der neue Hyundai, der fünf Insassen samt Reisegepäck (395 Liter Kofferraum) ordentlich Platz bietet, nicht nur eilige Familienväter, sondern auch Freunde der Rennstrecke ansprechen. Bei ersten Testfahrten auf einem abgesperrten Rundkurs zeigte sich denn auch, dass der Hyundai weit mehr kann als sich Otto-Normalfahrer zumuten mag. Im extrasportlichen N-Modus (per Lenkradtasten lassen sich vier Fahrprogramme wählen und individuell abstimmen) geht das Auto wie ein Gokart um die Ecke. Nur eben viel schneller. Der Motor spricht so spontan an, dass es den Fahrer fest in den Sportsitz drückt. Bei Bedarf  beschleunigt der i30 N in 6,1 bzw. 6,4 Sekunden bis auf Tempo 100 und rennt bis zu250 km/h. Dagegen scheinen die Werksangaben für den Verbrauch von 7,1 bzw. 7,0 Liter, selbst wenn sie in der Praxis kaum zu erreichen sind, doch sehr vernünftig.

Vernünftig übrigens auch das Fahrverhalten des Korea-GTI auf ungepflegter Landstraße. Wer den Modus „Normal“ wählt, der gleitet erstaunlich komfortabel über alle möglichen Fahrbahndellen.Hochleistung hat freilich ihren Preis. Die Notierungen beginnen bei 29.700 Euro für das 250-PS-Modell, das neben zahlreichen Fahrer-Assistenzsystemen vom aktiven Spurhalter bis hin zur City-Notbremse unter anderem auch Voll-LED-Scheinwerfer an Bord hat. 2500 Euro teurer kommt die Performance-Version mit 25 PS mehr Leistung und zusätzlichem Sportpaket. Wem das noch nicht genug ist, der kann demnächst weiteres Rennzubehör ordern, darunter Recaro-Schalensitze und verstellbare Stabilisatoren. Wolfgang Brekeller

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