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Räucherlachs oft mit Schadstoffen belastet

Für viele ist Räucherlachs eine Delikatesse. Die dünnen Scheiben sind, wie ein Test zeigt, allerdings häufig schadstoffbelastet.
Für viele ist Räucherlachs eine Delikatesse. Die dünnen Scheiben sind, wie ein Test zeigt, allerdings häufig schadstoffbelastet. © Foto: dpa/Andrea Warnecke
dpa / 24.11.2017, 19:32 Uhr
Hamburg (dpa) Räucherlachs ist zu Weihnachten und Silvester beliebt und gilt dank Omega-3-Fettsäuren, Eiweiß und Vitamin D als gesund. Allerdings sind die dünnen Lachsscheiben häufig mit Schadstoffen belastet, wie die Zeitschrift "Testbild" berichtet (Ausgabe 1/2018).

In acht von zehn Proben wurden Abbauprodukte der Chemikalie Ethoxyquin nachgewiesen. Der umstrittene Futtermittelzusatzstoff darf in der EU nur noch bis Ende 2019 genutzt werden. Die EU-Kommission hat die Zulassung ausgesetzt, da nicht nachgewiesen sei, dass die Chemikalie gesundheitlich unbedenklich ist.

Auch Spuren von Naphthalin, einem polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoff (PAK), und Dioxinen fanden sich in allen Proben. Die Mengen lagen aber innerhalb gesetzlicher Grenzwerte. Positiv: Die Tester fanden in keinem der Produkte Spuren von Keimen und Bakterien oder Antibiotika und Mittel gegen Parasiten.

Insgesamt vergab "Testbild" für die Räucherlachsprodukte, die preislich zwischen 1,99 und 6,79 pro 100 Gramm lagen, je drei Mal die Noten "gut", "befriedigend" und "ausreichend". Ein Bio-Produkt war "mangelhaft", weil es ebenfalls mit Ethoxyquin belastet war.

In Sachen Geschmack, Aussehen, Geruch und Konsistenz gingen die Bewertungen stark auseinander. Nur ein Produkt überzeugte vollends und war in dieser Kategorie "sehr gut": "Schottischer Lachs" von Wechsler. Ihn kostete der Nachweis von Ethoxyquin-Abbauprodukten den Spitzenplatz. Testsieger sowie Preis-Leistungs-Sieger wurde der "Räucher-Lachs" von Krone (Note 2,1). Dahinter folgten "Schottischer Lachs" von Wechsler und "Geräucherter Sockeye Alaska Wildlachs" von Biomare (beide 2,2). Die Produkte von Biomare und Krone waren als Einzige frei von Ethoxyquin-Abbauprodukten.

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Karl Heinz Günther 02.12.2017 - 12:40:32

Was ist denn überhaupt noch gesund?

Der Einkauf von Lebensmitteln in den Verkaufseinrichtungen ist für mich als älterer Senior immer mit Vorbehalten behaftet. Selbst beim Kauf von sog. Öko--Produkten weiß man nicht immer, ob auch das drin ist, was draufsteht. Als ehemaliger Kleingärtner hatte ich beim Verzehr meiner eigenen Gartenprodukten diese Sorgen nicht. Leider stelle ich auch immer wieder fest, dass unsere Politiker weniger an unserer Gesundheit, sondern mehr an einer intensiven Land- und Viehwirtschaft interessiert sind. Dass dabei z.B. Überdüngungen , Grundwasserverunreinigungen entstehen, interessiert diese Macher zuletzt. So wird denn auch einem höheren Lebensalter der Bürger vorgebeugt, irgendwann helfen diese Giftrückstände die Alterserwartungen der Bürger zu begrenzen und die Sozialausgaben für wichtigere Zwecke zu verwenden. Und die EU mischt kräftig bei der Verabreichung der Cocktails in unserer Nahrungsindustrie mit. Na, dann guten Appetit allerseits.

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