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Schilderstreit: Madame Tussauds droht Berlin mit Kabinett in München

04.01.2008, 13:25 Uhr
Hamburg/Berlin () Beim Streit um ein neues Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett in Berlin setzt der Betreiber der Stadt ein Ultimatum. "Wir müssen in den nächsten vier Wochen eine Klärung herbeiführen, um in der Saison 2008 zu eröffnen", sagte Johannes Mock, Vorstandsmitglied für Entwicklung der Merlin Entertainments Group, am Freitag in Hamburg. Ein späterer Eröffnungstermin als im Sommer sei ausgeschlossen. Das Unternehmen und die Stadt streiten derzeit über Werbeschilder des Kabinetts, das an der Straße Unter den Linden entstehen soll.

Sollte die Stadt nicht bald einlenken, wird der Unterhaltungskonzern Mock zufolge Berlin den Rücken kehren. Einzige Alternative in Deutschland wäre dann München, wo ein Wachsfigurenkabinett frühestens 2010 eröffnet werden könnte. Es werde jedoch "alles daran gesetzt", in Berlin zu einer Lösung zu kommen, versicherte Mock.

Er kritisierte die Richtlinien für die Beschilderung von Geschäften und Einrichtungen am Boulevard Unter den Linden als sehr restriktiv. Demnach sei lediglich eine "Messingplakette neben dem Klingelknopf" erlaubt. Bei 30 Prozent Laufkundschaft sei dies für die Investoren des Projekts nicht tragbar. "Wir müssen wissen, dass uns die Leute auch wirklich finden", sagte Mock.

Die Merlin Entertainments Group, die unter anderem auch Legoland, Heide Park und das London Eye betreibt, will den Angaben zufolge in Berlin rund neun Millionen Euro investieren. Das weltweit achte Madame Tussauds soll auf rund 2500 Quadratmetern etwa 60 bis 80 prominente Persönlichkeiten ausstellen. Darunter könnten neben Hollywoodstars wie George Clooney, Brad Pitt und Angelina Jolie sowie dem ehemaligen US-Präsidenten John F. Kennedy laut Mock auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) oder die Schauspieler Harald Juhnke und Marlene Dietrich sein. Gerechnet wird mit mindestens 300 000 Besuchern pro Jahr.

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