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Piraten erobern das Legoland

Neue Attraktion: Pirat "Jack Sparow" leitet in der "Seerõuber-Welt" unter dem Potsdamer Platz Kinder an. Foto: Charles Yunck
Neue Attraktion: Pirat "Jack Sparow" leitet in der "Seerõuber-Welt" unter dem Potsdamer Platz Kinder an. Foto: Charles Yunck © Foto:
MNEUENDORFFN / 06.07.2009, 17:35 Uhr
Berlin () Die Ferien stehen vor der Tür, der Nachwuchs will beschäftigt werden. Doch draußen flirrt die Hitze derart, so dass Open-Air-Veranstaltungen schnell ermüden. Abkühlung gibt es im Legoland am Potsdamer Platz. Dort eröffnete jetzt eine Seeräuber-Welt. "Komme wir treten gegeneinander an", fordert eine Touristin aus der Schweiz ihren Sohn Julian auf. Der Achtjährige dreht wie wild am Steuerrad der Spielkonsole und manövriert eines der ferngesteuerten Schiffe. Immer wenn es mit eine Vulkan-Insel rammt, zischt eine Fontäne in die Höhe.

Das 6000-Liter-Becken ist nur eine Attraktion des Lego Discovery Centers. In der 3500 Quadratmeter großen Welt aus Bausteinen unter dem Potsdamer Platz, scheint es nichts zu geben, was man nicht zusammensetzten kann. Ob Fernsehturm, Reichstag, Heißluftballon oder Michael Ballack - alles besteht ist aus den bunten Kunststoff-Teilen, die seit 50 Jahren Kinder begeistern.

Schon am Vormittag bauen Kitagruppen Autos oder Wolkenkratzer. Wie schnell sie fahren oder ob die Statik stimmt, kann anschließend auf Rampen und mit Hilfe von Erdbebensimulatoren getestet werden. "Lego soll nicht nur die Kreativität anregen, sondern auch Naturwissenschaft vermitteln", erklärt Binh Nguyen, einer der 60 Mitarbeiter, die Kinder und Eltern betreuen.

So gibt es in der Dschungel-Welt Rätsel zu lösen. Am Rande des abgedunkelten Abenteuerpfades lauern Krokodile und Spinnen. Auch sie sind aus Lego, genauso wie die Drachenbahn, mit der Kinder durch eine mittelalterliche Burgwelt reisen. Im 4D-Kino sieht man nicht nur dreidimensional: Wenn Bob der Baumeister Achterbahn fährt, bläst den Zuschauern Wind ins Gesicht, wenn er eine geschüttelte Selters öffnet, wird es nass.

Der Spaß hat seinen Preis. Eltern zahlen für das Tagesticket 15,95 Euro, Kinder 12,95 Euro. Trotzdem kommen laut Merlin Entertainments jährlich rund 300 000 Besucher in das künstliche Spieleparadies, das 2007 seine Pforten öffnete.

Julian ist inzwischen in der Lego-Fabrik angekommen. Über Knöpfe darf er Förderbänder und Schmelzöfen in Gang setzen. "Das Granulat wird auf 180 Grad erhitzt", erklärt eine Mitarbeiterin. Am Schluss spuckt die Stempelmaschine einen nagelneuen gelben Legostein aus. Einer, wie er 350 000-fach in der Giraffe steckt, die draußen an der Potsdamer Straße Werbung macht - und der schon zweimal der Schwanz stiebitzt wurde.

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