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Kinderzimmer: Wohlfühlatmosphäre vs. Ordnung

Wohlfühlen im Kinderzimmer
Wieviel Ordnung im Kinderzimmer? (pixabay.com)

Ordnung ist das halbe Leben, ein bekanntes Sprichwort, welches im Kinderzimmer scheinbar noch nicht angekommen ist. Eltern fragen sich, ob sie in das Chaos ihrer Kinder eingreifen oder ihnen freie Hand lassen sollen.

Ein Genie liebt das Chaos, nur der Dumme braucht Ordnung - Sprüche, die Unordnung in ein positives oder negatives Licht rücken, gibt es viele. Meist wählt man die Redewendung, die der eigenen Situation hilft. Welches Szenario fördert Kinder aber besser: Chaos oder Ordnung?

Kinder nicht gleich mit Erwachsenen vergleichen

Die Mutter betritt das Zimmer ihrer achtjährigen Tochter: Diese sitzt in einem Berg von Kuscheltieren, kritzelt auf verstreuten Papieren wild herum und die Bücher, die einst im Regal standen, ähneln nun dem Schiefen Turm von Pisa, weil sie auf dem Boden aufeinandergestapelt sind. Bei einem solchen Anblick geraten Eltern in Panik. Haben sie ein Kind, welches gerne in einer solchen Unordnung lebt?

Laut dem Erziehungsexperten Ulrich Wiltschko sollten Eltern keine voreiligen Schlüsse ziehen. Bis zu einem Alter von zehn Jahren fällt es Kindern schwer, ihr Zimmer eigenständig aufzuräumen. Sie erwarten von ihren Eltern, dass sie ihnen konkret sagen, was aufgeräumt werden soll und wo es hingehört.

Der Familientherapeut hält die Situation für unproblematisch, denn Eltern können über das gemeinsame Aufräumen eine Beziehung zum Kind aufbauen und ihm gleichzeitig Grundkenntnisse im Bereich Ordnung und Struktur vermitteln. Wichtig ist, dass Eltern die Wünsche ihrer Kinder respektieren. Falls sie ein altes Spielzeug behalten wollen, obwohl sie es nicht mehr nutzen, sollten sie nicht darauf bestehen, es wegzuwerfen.

In der Pubertät sieht das Kinderzimmer anders aus

Bis zu einem Alter von zehn Jahren haben Eltern die Gelegenheit, Kindern Ordnung beizubringen. Danach müssen sie ihr erworbenes Wissen größtenteils selbst anwenden. Beginnend mit der Pubertät kommt es vor, dass alle Regeln vergessen oder ignoriert werden.

Gerade in solchen Situationen sollten Eltern nicht vergessen, den Kindern immer wieder zu verdeutlichen, dass sie sich in einem aufgeräumten Zimmer besser fühlen. Es geht nicht darum, gleich jeden Fussel aufzuräumen. Wichtig ist, dass die Kinder weiterhin Ordnung halten, ohne dass sich beide Seiten streiten müssen.

Ab einem Alter von zehn Jahren bis zur Pubertät beginnt folglich die wichtigste Zeit für Eltern. Sie müssen den Kindern bewusst machen, dass selbstständiges Aufräumen wichtig ist. Nur so wird der Nachwuchs auch in der Pubertät erkennen, dass man zwischen gestapelten Büchern, getragenen Klamotten und Pizzaschachteln nicht seine Hausaufgaben machen kann.

Das Kind bis zum Erwachsenenalter begleiten und lehren

Ordnung in einem Zimmer halten ist ein Prozess, der in den jungen Jahren des Kindes beginnt und bis zum Erwachsenenalter durchgeführt werden muss. Eltern beginnen, dem Kind rudimentäre Aufräumtechniken zu zeigen und sie gemeinsam aufzuwenden. Nach und nach überlassen sie die Arbeiten immer mehr dem Nachwuchs. Bis zum Erwachsenenalter haben sie Zeit, ihnen zu erklären, wie Wäsche gewaschen und gebügelt wird. Früher oder später - wenn sie aus Hotel Mama ausziehen - wird der Nachwuchs Wäsche selbst waschen und bügeln müssen.

Trotz der Ermunterung zum selbstständigen Aufräumen müssen Eltern einschreiten, wenn sich das Kind in Gefahr befindet. Wenn es nicht aufräumen möchte und sich im Zimmer Schimmel bildet, müssen Eltern einschreiten.

Damit es gar nicht erst zu einer extremen Situation kommt, können Eltern das Aufräumen fördern, indem sie das Kinderzimmer entsprechend ausrüsten. Im Onlineshop vertbaudet.de gibt es spezielle Produkte, die für Ordnung im Kinderzimmer sorgen. Angefangen bei simplen Holzboxen über Sideboards bis hin zu stapelbaren Aufbewahrungsboxen. Die Aufbewahrungsprodukte sind optisch ansprechend und praktisch. Mit ihnen können Eltern ihren Kindern frühzeitig beweisen, dass Aufräumen Spaß machen kann und das Zimmer verschönert.

Messie-Syndrom: Wenn das Kind aufräumen will, aber nicht kann

Aller Anstrengungen zu trotz kann das Kind ein sogenanntes Messie-Syndrom entwickeln. Laut der internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD–10) gibt es für das Messie-Syndrom kein eigenständiges Krankheitsbild. Dennoch lassen sich die Symptome gut von anderen Krankheiten abgrenzen.

Laut Professor Alfred Pritz von der Wiener Sigmund-Freud-Universität sammeln Messies häufig Dinge, die sie nicht benötigen, aber auch nicht wegwerfen können. Der Psychologe Werner Gross beschreibt diese Menschen als leicht ablenkbar und meist impulsiv. Sie schaffen es nicht, ihre Energie zu steuern und kommen häufig zu spät. Dies ist damit zu begründen, dass es ihnen schwerfällt, ihren Alltag zeitlich und räumlich zu strukturieren.

Messies sind keine faulen Menschen. Sie möchten aufräumen, schaffen es aber nicht. Ironischerweise steckt hinter einem Messie häufig ein Perfektionist, der große Leistungen vollbringen möchte, aber mit kleinen Aufgaben, die ihm im Alltag begegnen, überfordert ist.

Das Messie-Syndrom muss nicht zwingend problematisch sein. Wie Die Welt informiert haben Forscher in den USA Studenten untersucht, auf deren Schreibtische Unordnung herrscht. Ihre Unordnung ist für sie keine Behinderung. Ihre Kollegen, die aufräumen, suchen im Schnitt 36 Prozent länger nach einem Dokument.

Messies können aber auch Menschen sein, die in ihrem Chaos ersticken. Einige von ihnen leiden von einer sozialen Isolation. Ihre Unordnung empfinden sie als unschön, sodass sie niemanden nach Hause einladen. Langsam isolieren sie sich von ihren Freunden und vereinsamen. Solche Probleme sind nur mit einer Therapie zu lösen. Eine Möglichkeit ist der Besuch von Selbsthilfegruppen.

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