Sonntag, 26. Mai 2013

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Das Unternehmen

Die Märkische Verlags- und Druckhaus GmbH & Co. KG (abgekürzt: MVD) ist ein Verlag in Brandenburg. Das wichtigste Produkt ist die Märkische Oderzeitung (abgekürzt: MOZ). Sie erscheint im Osten Brandenburgs von der Berliner Stadtgrenze bis zur Oder. Sitz der Redaktion ist Frankfurt (Oder).


Geschichte

Am 17. März 1990, dem Tag vor den ersten freien Wahlen zur DDR-Volkskammer, erscheint die Zeitung unter dem neuen, an die alte Zeitungstradition angelehnten Titel Märkische Oderzeitung. Herausgeber der jetzt unabhängigen Tageszeitung ist nun die Märkische Verlags- und Druckhaus GmbH & Co. KG (MVD).

Vorläufer ist die in Frankfurt (Oder) vom 1. Januar 1880 bis in die letzten Wochen des 2. Weltkrieges erschienene Frankfurter Oderzeitung aus der Druckerei Trowitsch & Sohn. Im April 1945 ist die Druckerei in der Großen Oderstraße 21 fast vollständig zerstört worden. Die Märkische Druck- und Verlagsgesellschaft (MDV) Deutsch-Polnische Freundschaft übernimmt am 1. Dezember 1949 als Tochter der Berliner Zentrag das Grundstück der ehemaligen Druckerei Trowitsch und regionale Druckaufträge – allerdings ohne eine Zeitungsproduktion. 1951/52 beauftragt die Zentrag die MDV mit dem Aufbau einer Bezirksdruckerei. Dazu überträgt die Stadt Frankfurt (Oder) ein Grundstück der Verkehrsbetriebe in der Fischerstraße an die MDV.

Am 15. August 1952 erscheint dann die Zeitung Neuer Tag als Organ der SED-Bezirksleitung des DDR-Bezirks Frankfurt (Oder) das erste Mal. Ein Jahr später, am 14. September 1953, wird der Verlag Neuer Tag ins Handelsregister eingetragen. Im Januar 1990 erklären Redaktion und Verlag Neuer Tag in einer Belegschaftsversammlung die Unabhängigkeit von der SED-Bezirksleitung. Zwei Wochen nach der Umbenennung zur Märkischen Oderzeitung zum 17. März 1990 wird die Ausgliederung aus dem Wirtschaftsverband der Zentrag zum 31. März beschlossen. Aus dem Verlag Neuer Tag ist die Märkische Verlags- und Druckhaus GmbH & Co. KG geworden. Die Druckerei wird in die Treuhandverwaltung Berlin überführt.

Am 1. Juli 1990 tritt der Heinrich Bauer Verlag aus Hamburg als neuer Kommanditist der KG bei. Allerdings stimmt die Treuhand dem Verkauf an den Bauer Verlag nicht zu. Sie verkauft die MVD am 26. Juni 1991 an die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG in Ulm (Südwest Presse). Am 11. Mai 1992 werden die Gesellschaftsanteile der MVD schließlich zwischen der Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG in Ulm und der Stuttgarter Verlagsgesellschaft Eberle GmbH & Co. (Stuttgarter Zeitung, Stuttgarter Nachrichten) geteilt. Ende 2012 übernimmt die Neue Pressegesellschaft wieder alle Anteile.

 

Verbreitungsgebiet und Auflage

Das Verbreitungsgebiet der MOZ ist weitgehend identisch mit dem ehemaligen DDR-Bezirk Frankfurt (Oder), einer Region mit rund 680.000 Einwohnern. Es erstreckt sich von Schwedt und Angermünde im Norden bis Eisenhüttenstadt im Süden und reicht von der Stadtgrenze Berlins im Westen bis an die Oder im Osten. Das Verbreitungsgebiet deckt die Landkreise Märkisch Oderland, Oder-Spree, Barnim, Teile der Uckermark und die kreisfreie Stadt Frankfurt (Oder) ab. Die in Angermünde, Bad Freienwalde, Beeskow, Bernau, Eberswalde, Eisenhüttenstadt, Frankfurt (Oder), Fürstenwalde, Schwedt, Seelow und Strausberg erscheinenden zwölf Lokalausgaben haben insgesamt etwa 240.000 Leser (MA 2012). Von den 84.752 verkauften Exemplaren beziehen gut 78.746 Leser der MOZ im Abo (IVW II / 2012).

Besonderheiten

Die MOZ versteht sich als "Stimme Ostbrandenburgs" in der Landeshauptstadt Potsdam sowie der Bundeshauptstadt Berlin und unterhält dort eigene Korrespondentenbüros. Die Märkische Oderzeitung ist in diesen Regierungszentralen tagesaktuell erhältlich, um dort vor Ort auf die Region aufmerksam zu machen, ihre Interessen zu vertreten.

Einen wesentlichen Schwerpunkt legt die Märkische Oderzeitung auf die Berichterstattung aus dem Nachbarland Polen. Alle zwei Monate liegt der Tageszeitung die Beilage „Brandenburgische Blätter“ bei. Sie verstehen sich als Wegweiser durch die märkische Natur und Kultur, Historie und Gegenwart. Dazu versammeln sie zum Beispiel Porträts bedeutender Preußen, architektonische Beschreibungen und historische Reportagen.

Verlag und Verlagsgruppe

Die Märkische Oderzeitung erscheint in der Märkischen Verlags- und Druckhaus GmbH & Co. KG, die zu 100 Prozent der Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG in Ulm gehört.

Neben der Märkischen Oderzeitung verlegt das Haus noch die Anzeigenblätter Märkischer Sonntag, Märkischer Markt und zudem in Neuenhagen (Landkreis Märkisch Oderland) die Monatszeitung Neuenhagener Echo mit dem Amtsblatt der Gemeinde Neuenhagen bei Berlin. Außerdem gibt die MOZ zusammen mit dem Berliner Verlag CULTURCONmedien die Buchreihe „Edition Brandenburg“ heraus. Zu den Online-Aktivitäten auf www.moz.de gehört das Jugendportal www.auff.de und das Branchenbuch www.markt-brandenburg.de. Neben weiteren Dienstleistungen bietet die Verlagsgruppe auch einen günstigen Briefservice unter der Marke Märkische Post an.

Das Märkische Verlags- und Druckhaus ist einer der größten privaten Arbeitgeber der Region: In den Redaktionen schreiben 110 Festangestellte und zahlreiche freie Mitarbeiter auf Honorarbasis für die Titel des Verlages. Hinzu kommen Mitarbeiter in den Bereichen Anzeigen, Leserbetreuung, Zeitungsverkauf, Druckunterlagenherstellung, Druckerei und Weiterverarbeitung, EDV, Kaufmännische Dienste, Finanz- und Rechnungswesen. Insgesamt haben das MVD und seine Tochtergesellschaften rund 400 festangestellte Mitarbeiter.

In acht Pressezustellgesellschaften sorgen außerdem rund 20 Festangestellte und 2.000 Zusteller dafür, dass die Zeitungen jeden Morgen pünktlich beim Abonnenten sind, die Direktverteilung zuverlässig erfolgt und die Post den Adressaten ereicht. Das moderne Druckzentrum produziert neben den eigenen Titeln auch Fremdpublikationen, von denen einige auch außerhalb Brandenburgs erscheinen.

Märkische Oderzeitung

Verlag

Märkisches Verlags und Druckhaus GmbH & Co. KG

Beschreibung

deutsche Tageszeitung

Erscheinungsweise

werktäglich

Verkaufte Auflage

86.019 Exemplare (IVW IV/2011)

Reichweite

260.000 Leser (MA 2011)

Chefredakteur

Frank Mangelsdorf

Kontakt

Märkisches Verlags- und Druckhaus GmbH & Co. KG
Kellenspring 6
15230 Frankfurt (Oder)

Telefon: 0335 55 30 - 0

 

Brandenburgischer Kunstpreis

Die Märkische Oderzeitung vergibt in Kooperation mit der Stiftung Schloss Neuhardenberg und unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg, Matthias Platzeck, seit 2004 den Brandenburgischen Kunstpreis. Über die Vergabe des angesehnen Preises entscheidet eine Jury.

Zukunftspreis Brandenburg

Zusammen mit der Industrie- und Handelskammer Ostbrandenburg vergibt die Märkische Oderzeitung den Zukunftspreis Brandenburg. Zunächst wurden damit ostbrandenburgische Firmen ausgezeichnet. Angesichts der großen Resonanz würdigt er inzwischen besondere unternehmerische Leistungen, die Mut machen, aus dem gesamten Bundesland: Unternehmen und Unternehmer, die auch in schwierigen Zeiten die Ärmel hochkrempeln und in die Zukunft investieren.
www.zukunftspreis-brandenburg.de

Regionalnavigator

Angermünde Bad Freienwalde Beeskow Bernau Eberswalde Eisenhüttenstadt Erkner Frankfurt (Oder) Fürstenwalde Schwedt/Oder Seelow Strausberg

Ort, PLZ oder Redaktion

Das Trauerportal der Märkischen Oderzeitung.

Neueste Kommentare

25.05.2013 23:32:04 Beobachter

Kosten

25.05.2013 23:02:31 uwe

und besser

25.05.2013 22:43:09 gustav.storch

guter weg

25.05.2013 21:53:19 M.A. MO JR

Kurze Anmerkung

25.05.2013 19:19:15 Obersdorfer

Ostbahnhalt

Regional

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