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Gütesiegel für elf Gasthöfe in Oberhavel

Antje Jusepeitis / 22.09.2017, 18:23 Uhr
Oberhavel (MOZ) • Die ausgezeichneten Unternehmen, die jetzt an einer Plakette am Eingang als solche zu erkennen sind:

• Kategorie Ausflugslokale:

Mühle Tornow (Tornow),;Hotel & Restaurant Boltenmühle (Gühlen-Glienicke); Hotel & Restaurant "Am alten Rhin" (Neuruppin, Ortsteil Alt Ruppin); Gasthaus & Pension Alter Hafen im Ziegeleipark (Zehdenick, Ortsteil Mildenberg)

• Kategorie Café:

Zur alten Lebkuchenfabrik (Kremmen); Konditorei und Pension Cafe Huth (Neuruppin)

• Kategorie Gasthof:

Gasthaus Haveleck (Steinförde); Gast- & Logierhaus "Zum jungen Fritz" (Rheinsberg)

• Kategorie Landgasthof:

Hotel Gutenmorgen (Dorf Zechlin); Alte Weinschmiede (Sommerfeld); Gast- und Logierhaus "Am Rheinsberger See" (Warenthin).

• Kategorie Restaurant:

Gasthaus am Boddensee (Birkenwerder); Hotel und Restaurant "Zum Birkenhof" (Burow); Precise Resort Marina Wolfsbruch (Kleinzerlang); Restaurant, Feinkost- und Probierstube Coldehörn (Kremmen); Schloss Ziethen (Groß Ziethen); Schloss & Gut Liebenberg; Ratskeller Rheinsberg; Restaurant "Da Vinci" (Zehdenick)

(mae) Mit der blau-weißen Plakette "Brandenburger Gastlichkeit im Ruppiner Seenland 2018 - 2019" wurden am Dienstag in Birkenwerder 19 Gastronomieunternehmen aus dem Ruppiner Seeland, darunter elf aus dem Landkreis Oberhavel, geehrt. Das Gütesiegel vergibt der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Brandenburg (Dehoga).

"Die Speisekarte beinhaltet außergewöhnliche Kreationen wie Brennnesselschaumsüppchen, Brennessel-Kartoffelstampf oder gebratene Hähnchenbrust in Kaffeesauce", loben Tester das Angebot im Restaurant "Zum Birkenhof" in Burow/Großwoltersdorf.

Dazu gebe es Hinweise von Lieferanten aus der Region wie Gemüse vom Demeterhof Kepos in Altglobsow, Bärlauchsenf von der Feinkostmanufaktur Drei Jahreszeiten in Altglobsow und Hinweise zur Herkunft der einheimischen Fische - Stechlinseemaränen. "Unsere etwas ungläubige Nachfrage zur Zubereitung des Waldfrucht eises auf Rotkraut wurde ausführlich und mit verschmitztem Lächeln beantwortet. Tatsächlich wird das Eis auf einem Bett von roten Waldfrüchten und gekochtem Rotkraut nach eigenem Rezept serviert - eine mutige, ungewöhnliche Kreation", mit der die Birkenhofbetreiber Henry und Anke Engel bei den Testern punkteten.

Das Urteil entschied mit über die Anerkennung des Gütesiegels "Brandenburger Gastlichkeit im Ruppiner Seenland 2018 -2019". Die Schrauben, um es anzubringen, lieferte der vergebende Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Brandenburg (Dehoga) - dem Servicegedanken entsprechend - gleich mit. Radfahrern, Wasser- und anderen Touristen ebenso wie einheimischen zeigt das blau-weiße Schild auf den ersten Blick an: "Hier werden Service und Essensqualität groß geschrieben."

Die Gastfreundschaft in der Tourismusregion Ruppiner Seeland zählt demnach zu den Besten im Land Brandenburg.

Frische Zubereitung, besondere Angebote, Zutaten aus der Region sowie lokale Spezialitäten sind entscheidende Faktoren in der Kundenbewertung. Der "Birkenhof" ist eine von 19 Einrichtungen in der Region Ruppiner Seeland, die am Dienstag in Birkenwerder die Auszeichnung für hervorragende Gastlichkeit erhielten. Elf der Lokale und Gasthöfe liegen im Landkreis Oberhavel. Zahlreiche fallen in den Nordkreis, so auch die Einrichtung mit der höchsten Punktzahl. "Nordlichter" nennt Olaf Bechert sie alle und freut sich. Der Geschäftsführer der Regio Nord war bei der Verleihung der Gütesiegel dabei.

Jacqueline Kaatsch und Janet Müller nahmen die Plakette für Schloss & Gut Liebenberg im Löwenberger Land in Empfang. Die Tester lobten insbesondere die Vielfalt der regionalen Produkte sowie das Konzept des Integrationsbetriebes und das "durchgängig klassische Ambiente."

Um die Auszeichnung "Brandenburger Gastlichkeit" zu erhalten, haben sich die Unternehmen beworben. Testpersonen besuchen unangemeldet und ignocnito die Restaurants, Gasthöfe und Pensionen, bewerten sie nach zahlreichen Kriterien. Insgesamt mussten gut 150 Fragen beantwortet werden, so Olaf Lücke, Hauptgeschäftsführer des Dehoga Brandenburg. Dabei gehe es um Service, Sauberkeit, Ambiente sowie Qualität der Speisen und Getränke und um Kreativität in der Küche. Auf die regionale Komponente legte der Deutsche Gaststättenverband Brandenburg großen Wert. "Neben einem informativen Stadtrundgang, einer Paddel- oder Fahrradtour achten Urlauber immer mehr auf das ultimative kulinarische Geschmackserlebnis", sagte Olaf Lücke. Während die Auszeichnung für Gäste eine gute Orientierung sei, biete sie für die Gastronomen den nötigen Ansporn, nicht nachzulassen und sich weiter zu verbessern, so Lücke. Nachholebedarf gebe es beispielsweise bei Hinweisen auf Unverträglichkeiten, bei der Aufmerksamkeit in Punkto Geschirr abräumen oder bei der Qualität der Desserts "Der Kunde will inzwischen mehr als den Standard-Eisbecher aus der Tiefkühltruhe", so Lücke. Auch beim Ambiente sehen die Tester Potenzial nach oben bei einigen Betrieben.

Die Plakette "Brandenburger Gastlichkeit" ist für zwei Jahre gültig. An der Dehoga-Initiative haben sich landesweit 400 Unternehmen beteiligt. "Es könnten ruhig ein paar mehr aus dem Altkreis Oranienburg dabei sein", wünscht sich Olaf Lücke.

Für Andreas Heinze, Geschäftsführer des Gasthauses am Boddensee in Birkenwerder, stellt sich der Bewertung, um die eigenen Ansprüche kompetent überprüfen zu lassen. "Manchmal schmort man im eigenen Saft und sieht Verbesserungsmöglichkeiten nicht". Er ist deshalb dankbar für die ausführliche Auswertung des Test-Essens, die jeder Teilnehmer erhält. 32 Tester waren nach Angaben des Dehoga in diesem Jahr unterwegs im Ruppiner Land. "Für 2018 suchen wir Personen, speziell für die Uckermark oder die Prignitz", lädt Olaf Lücke ein, sich als Testesser oder Testesserin zu bewerben:

www.dehoga-brandenburg.de

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