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21.06.2017 11:18 Uhr

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Kreative Pioniere im Fläming

Frankfurt (Oder) . Viele mutige und einfallsreiche Menschen bieten den Gästen der Reiseregion Fläming außergewöhnliche Erlebnisse. Oft ist auch ihre eigene Geschichte alles andere als gewöhnlich. Hier eine kleine Auswahl:

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Blick auf den Wintergarten des Gasthofs "Zur Linde" in Wildenbruch

© Gasthof

Gasthof "Zur Linde" und ein Netzwerk für Genießer

Ralf Weißmann kann man getrost einen "Macher" nennen. Der gelernte Dachdecker erwarb in den 90ern ein marodes Gebäude in Wildenbruch und entwickelte daraus einen Gasthof, der auf regionale Produkte und Qualität setzt - ergänzt um liebevoll eingerichtete Ferienwohnungen und Angebote wie Themen-Kochkurse und Erlebnistage. 2014 erfand Weißmann die "Geniessertouren". Die Idee: Gastronomen, Gemeinden und Kultur- sowie Naturstätten arbeiten zusammen, um mehr Gäste in die Region zu locken und ihnen ein einzigartiges Erlebnis zu bieten. Daraus entstanden bis heute zwölf Touren, auf denen Besucher zu Fuß, per Rad oder Auto mit Land und Leuten auf Tuchfühlung kommen - entlang von Naturparks und Dörfern, Freizeitanbietern und Künstlern, Handwerk und regionalen Genüssen. (Kontakt: Kunersdorfer Str. 1, 14552 Michendorf OT Wildenbruch, Tel.: 033205/63366, www.geniessertouren.org, www.linde-wildenbruch.de)

Kunst aus Automaten und Wohnen mit Hühnern

Fette Henne oder Hühnergott heißen die Ferienwohnungen, die Stefanie Jeschke in ihrem selbst renovierten Stadthaus in Treuenbrietzen eingerichtet hat. Die Designerin illustriert Bücher, engagiert sich im Netzwerk "Aktiv in Treuenbrietzen" und kümmert sich um die echten Hühner in ihrem "Hühnerhof", Gundula, Luise, Herta und Hedwig. Trotz ihrer vielseitigen Aufgaben hat Stefanie Jeschke immer ein Ohr für neue Ideen. Gemeinsam mit Potsdamer Künstlern hat sie den "Kunstautomaten" für Treuenbrietzen initiiert. Statt Zigaretten lassen sich für kleines Geld Kunstüberraschungen ziehen - in Berlin, Potsdam, ganz Deutschland. Inklusive "Beipackzettel" mit kleiner Geschichte zum Erschaffer. 2017, zum 500. Reformationsjubiläum, sind auch witzige "Ablassbriefe" dabei. (Kontakt: Großstraße 9, 14929 Treuenbrietzen, Tel.: 033748/87012, www.huehnerhof-treuenbrietzen.de, www.kunstautomaten.com)

Hängende Zelte und Jam Sessions im Wald

Yogalehrerin Marlies Langrock und Künstler Klaus Herrmann hatten eine Vision: Aus der mit Gerümpel vollgestellten alten Scheune im Wald sollte ein Ort der Kunst und der kreativen Begegnungen werden. In einem Kraftakt räumten sie 2014 die Scheune auf und aus. Parallel entwickelten sie ein Nutzungskonzept und realisierten nach und nach eine Kulturstätte, in der heute Yogakurse, Ausstellungen und Hochzeitsfeiern stattfinden. Die Betreiber haben ein offenes Ohr für kreative Ideen, so können Kunstschaffende Räume für Seminare, Workshops, Jam Sessions, Trommelkurse und andere Aktivitäten mieten. Seit 2016 stehen neben einem Ferienhaus die "Hanging Tents" zur Übernachtung bereit, die zwischen drei Bäumen gespannt in ca. 1,50 Meter Höhe über dem Waldboden schweben - Innovation trifft Freude an der Natur. (Kontakt: Paradiesweg 3, 14822 Borkheide, Tel.: 033845/900052, www.waldparadies-borkheide.de )

Ein Rückzugsort für digitale Nomaden

Als "Workation Retreat", einen Rückzugsort zum Arbeiten und Entspannen, bezeichnen die Gründer von Coconat Coworking ihr Konzept. Im Mai 2017 zog das Projekt in den alten Gutshof von Klein-Glien. Das Kürzel steht für "community and concentrated work in nature": Konzentriert arbeiten in der Natur, eingebunden in eine Gemeinschaft Gleichgesinnter. Games-Programmierer und Grafikdesigner, Doktoranden und digitale Nomaden begegnen sich zwischen Hängematten und Bar, Obstplantage und Bibliothek, Garten und Gemeinschaftsküche. Übernachtet wird in Einzel- oder Mehrbettzimmern, im Zelt oder Wohnwagen. Auch Brandenburger Pendler finden einen Telearbeitsplatz. Das Team um Janosch Dietrich hat noch viele Pläne: So könnte auch in Mini-Baumhäusern oder auf dem Floß gearbeitet werden. (Kontakt: Klein Glien 25, 14806 Bad Belzig, Tel.: 0178/4456882, www.coconat-space.com)

Französische Küche im Bahnhof mit Schlafwagenhotel

Das deutsch-französische Ehepaar Boyer erstand 2010 den maroden Bahnhof Rehagen, restaurierte ihn denkmalschutzgerecht und eröffnete darin 2015 ein Restaurant mit feiner französischer Küche. Doch damit nicht genug: Seit 2016 steht vor dem Bahnhof ein originelles Schlafwagenhotel: Die acht Abteile in drei Waggons, zwei davon in der DDR für die Transsibirische Eisenbahn gebaut, wurden von den Vorbesitzern Susanne und Ulrich Theilemann zu komfortablen Gästezimmern umgestaltet und fanden am Bahnhof Rehagen einen neuen idyllischen Stellplatz. Historisches Eisenbahn-Flair verbindet sich mit modernen Annehmlichkeiten. Weil die Boyers Wert auf den Austausch mit Künstlern, Kunstliebhabern und Freunden legen, öffnen sie ihre Türen außerdem regelmäßig zu Konzerten, Tanzkursen, Ausstellungen und mehr. (Kontakt: Am Bahnhof Rehagen 1a, 15838 Rehagen/Am Mellensee, Tel.: 033703/689692, www.bahnhof-rehagen.de)

Spaziergang über Baumwipfel und verlassene Heilstätten

Natur, Kultur und Geschichte kommen in den ehemaligen Beelitzer Heilstätten auf europaweit einzigartige Weise zusammen. Einzigartig ist auch die touristische Erschließung des über 100 Jahre alten Ensembles: Wo einst an Tuberkulose erkrankte Arbeiter gepflegt wurden, spaziert man seit 2015 in 20 Metern Höhe über den ersten Baumkronenpfad Brandenburgs. Vom 40 Meter hohen Aussichtsturm schweift der Blick weit über Fläminglandschaft, Park und verwitterte Ruinen, bis nach Berlin. Beate und Georg Hoffmann waren mit ihrem Projekt "Baum & Zeit" Impulsgeber für die Wiedererschließung des Areals, in dem erst kürzlich, im Juni 2017, der Barfußpark seine Tore öffnete. Mit großem Respekt vor dem architektonischen und historischen Charme der Heilstätten wollen sie zukünftig weitere Teile des Geländes erlebbar machen. (Kontakt: Straße nach Fichtenwalde 13, 14547 Beelitz-Heilstätten, Tel.: 033204/634723, www.baumundzeit.de)

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