Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Fiat 500L Cross: Stadtvehikel mit Kraxler-Optik

Radkastenverkleidungen in Offroad-Optik sowie der Unterfahrschutz vorn und hinten in mattchrom vervollständigen den urbanen Look.
Radkastenverkleidungen in Offroad-Optik sowie der Unterfahrschutz vorn und hinten in mattchrom vervollständigen den urbanen Look. © Foto: Fiat
16.08.2017, 15:28 Uhr
Frankfurt (Oder) () Seit 2012 ist der 500L nicht nur für die individuell angehauchte Fiat-Kundschaft ein interessantes Angebot für Freizeit und Lifestyle. Besonders die Trekking-Variante fand hierzulande viele Freunde. Kam der Spaßkasten doch nicht nur mit einem ins Blech gebügelten Hauch von Abenteuer daher sondern gefiel auch mit erhabener Sitzposition und parklückenfreundlicher Größe. Jetzt steht ein Nachfolger in den Startlöchern. Der Märkische Markt hat auf einer ersten Testtour erkundet, was der neue Minivan als Cross-Variante drauf hat.

Cross-Variante? Ja, so heißt er jetzt. Nannte man die Modellvarianten bislang noch 500L, Trekking, und Living (7-Sitzer) so taufte Fiat sie jetzt Urban, Cross und Wagon. Geblieben ist jedoch die praktische Raumausnutzung und zweckmäßige Funktionalität. Aber sonst blieb bei dem Italo vom Vorgänger nicht allzuviel übrig, wurden doch laut Fiat 40 Prozent aller Teile erneuert. Allerdings bewahrte er sich im Design die sympathische Kugeligkeit seines Retro-Vorbildes Fiat 500. In der Länge misst er 4,28 Meter zwischen den Puffern, wurde also nur marginal länger als sein Trekking-Vorgänger. Uns gefallen an dem neuen Charmeur die überarbeitete Front. Charakteristisch sind die an einen Schnurrbart erinnernden, horizontal auf der Motorhaube angeordneten Chromspangen mit dem Markenlogo in der Mitte sowie die runden Hauptscheinwerfer. Dazu gibt es rund geformte LED-Tagfahrlichter sowie hier und da mehr Chrom. Einen Hauch Rustikalität versprühen die 17-Zoll-Aluräder, Stoßfänger in sportlichem Design als auch Seitenschweller. Radkastenverkleidungen in Offroad-Optik sowie der Unterfahrschutz vorn und hinten in mattchrom vervollständigen den urbanen Look. Große Fensterflächen, eine grandiose Kopffreiheit und ein otionales, riesiges Panoramdach sind Wohlfühlfaktoren im Innenraum.

In den 1,68 Meter hohen Cross-Van steigt man ein mit erhobenem Haupt, nimmt Platz auf einem Gestühl mit neuen, edleren Bezügen. Der Fahrer kann sich zudem über ein deutlich edler und aufgeräumter gestaltetes Cockpit samt besser Ablesbarkeit der Instrumente sowie ein modernisiertes Lenkrad freuen. Neu ist auch ein 7-Zoll großes TFT-Display über das die wichtigsten Daten zum Betriebszustand und die Navigation angezeigt werden.

Wir registrieren nicht zuletzt größere Ablagen sowie einen höher platzierten Schalthebel. Klar blinzelt ihm auch weiterhin der praktische Nutzwert aus allen Knopflöchern. So lassen sich die Rücksitze verschieben oder Abrakadabra einfach mit einem Handgriff glatt umlegen. Auch in Sachen Konnektivität ist er nun auf der Höhe der Zeit, gibt es doch auf Wunsch modernste Technologie zur Einbindung von Smartphones in das bordeigene Entertainmentsystem UconnectTM HD Live. Durch die Integration von Apple Car Play und Android AutoTM lassen sich kompatible Smartphones komfortabel über den in die Armaturentafel integrierten 7,0-Zoll-Touchscreen bedienen.

Zum Marktstart stehen wie bisher drei Benziner bereit (95, 105 PS und 120 PS) sowie als Multijet-Ölbrenner Varianten mit 95 und 120 PS. Im Angebot ist für Deutschland auch ein Antrieb mit Erdgas (CNG).

Wir probieren den größten Diesel aus. Der gut zu dem Van passende Turbodiesel (320 Nm) gefällt durch spontane Reaktionen und kultivierten Lauf. Löblich, dass Lenkung, Federung und Handlichkeit auf Klassenniveau sind. Mit einer erhöhten Bodenfreiheit und dem serienmäßigen elektronischen Traktionskontrollsystem will der Cross auch weiterhin für kleinere Outdoor-Aktivitäten taugen. Doch ohne Allradantrieb ist seine Offroad-Tauglichkeit logischerweise beschränkt auf kleine Ausritte über Feldwege. Macht nichts, möchte doch der 500L Cross für die meisten Eigner einfach nur ein vielseitiges Stadtvehikel mit Kraxler-Optik sein. Und da liegen auch seine Stärken als trendiger Praktiker für Stilbewusste, wie alle anderen neuen 500L-Varianten auch. Die Preise sind übrigens gleich geblieben. Der günstigste 500L (95-PS-Benziner) kostet ab 16.490 Euro, als Basis-Diesel (95 PS) sind 18.990 Euro fällig.

Rainer Bekeschus

Fiat 500L Cross 1.6 Multijet

Motor: 1,6-Liter-Vierzylinder-TD, 120 PS

0-100 km/h: 11,5 Sek.

Spitze: 183 km/h

Durchschnittsverbrauch:

4,3 Liter Diesel

C02-Wert: 114 g/km

Kofferraum: 455 - 1.480 Liter

Preis: ab 22.240 Euro

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG