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30.08.2017 15:02 Uhr

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Ford Fiesta: Zwerg Nr. 8 bleibt in der Erfolgsspur

Frankfurt (Oder) . Die bislang sieben Generationen umfassende Ahnengalerie des Fiesta-Clans gehört zu den erfolgreichsten Modellserien der Welt, 17 Millionen Autos wurden in 41 Jahren weltweit verkauft. Damit auch Ausgabe Nummer Acht des Zwergs in der Erfolgsspur bleibt und wieder ein Bestseller in seinem Segment wird, hat Ford seinen Junior mit neuer Technik bestückt und noch mehr mit Komfort bedacht. Der Märkische Markt hat den Neuling schon ausprobiert.

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Ford Fiesta 2017: Zaghafte Änderungen beim Design, aber mehr Komfort

© Ford

Sie sind jung, erfolgreich, gehen mit der Mode, mögen es preiswert, stehen in dem Segment aber auch schon auf Premium: So jedenfalls definiert Fords Marketing-Etage ihren Fiesta-Käufer. Kein einfacher Spagat, doch die Kölner gaben sich bei der Umsetzung viel Mühe. Mit seiner leicht überarbeiteten Karosserie kommt der um sieben Zentimeter auf 4,04 Meter gestreckte Fiesta nun noch schwungvoller daher und ist mit den Maßen auch auf Augenhöhe mit dem ebenso jüngst neu präsentierten VW Polo.

Außen legten Fords Kreative beim Design allerdings nur zaghaft Hand an und entwickelten das Modell in Richtung Eleganz behutsam weiter. Deutlich wird dies in vereinfachten Linien und Oberflächen, auf Längssicken auf der Motorhaube wurde nunmehr gänzlich verzichtet. Ansonsten blieb alles wie gehabt wie dem aktuellen Familiengesicht im gefälligen Aston-Martin-Trimm, den schmalen Scheinwerfern samt LED-Tagfahrlicht, einer Dachlinie die nahe am Coupé ist und dem muskulösen, viel Dynamik verströmenden Heck. Wenngleich hier nun die Heckscheibe etwas größer ist, Parksensoren sind dennoch empfehlenswert.

Auch für den Innenraum können wir dem Filou eine noch hochwertige Anmutung bescheinigen, fein abgestimmte Farbtöne gehen mit vielerlei Alu-Applikationen einher. Es gibt ein neues, gereiftes Armaturenbrett mit griffsympathischen Materialien, optional sogar mit einem dominant platzierten und senkrecht stehenden 8-Zoll-Touchscreen der auf Wisch- und Zoom-Bewegungen reagiert. Zudem wurde praktisch mitgedacht: So gibt es jetzt beispielsweise neben der schon bekannten beheizbaren Frontscheibe sogar ein beheizbares Lederlenkrad. Auch lässt sich gegen Aufpreis ein Panoramaschiebedach ordern. Schlecht sitzen? Im Fiesta unmöglich. Das Gestühl ist rundum ausreichend straff und bequem. Leider gibt es über beiden Vordersitzen keine Bügelgriffe. Die 269 Liter für den Kofferraum klingen nicht schlecht, der neue Polo kann indes mit 351 Liter glänzen.

Den Fiesta wird es in sieben Ausstattungsvarianten geben, zugleich erreicht das Angebot an Individualisierungsmöglichkeiten eine in diesem Segment kaum gekannte Vielfalt. Erwähnenswert ist u. a. das auf Wunsch erhältliche "B&O Play"-Soundsystem des dänischen Harman-Tochterunternehmens Bang & Olufsen. Es verwöhnt audiophile Autofahrer mit zehn Lautsprechern und insgesamt 675 Watt. Und in Sachen Sicherheit werden bis zu 15 Fahrer-Assistenzsysteme angeboten, die ihre Infos von zwei Kamera-, drei Radar- und zwölf Ultraschall-Modulen erhalten. Neu ist beispielsweise der Pre-Collision-Assist, welcher Fußgänger auch in der Nacht erkennt.

Beim Antrieb hat die Kundschaft die Wahl zwischen fünf Benzinern von 70 bis 140 PS, die allesamt Dreizylinder sind. Als Diesel sind zwei Varianten mit 85 oder 120 PS zu haben. Schon der Basis-Dreizylinder-Benziner als Sauger mit 70 PS kommt gut vom Fleck. Klar zieht er mit seinen 110 Nm nicht die Wurst vom Brot, heizt dem Bürschchen aber dennoch ausreichend ein. Der Motor dreht in dem 1,1-Tonner munter hoch und murrt nicht, wenn man in der Kurve noch am dritten Gang festhält. Unterwegs notieren wir erfreut im Test-Protokoll den niedrigen Geräuschpegel und die standfesten Bremsen. Das Fahrwerk war immer schon eine Stärke der Ford-Ingenieure. Beim neuen Fiesta ist das nicht anders. Dass er kaum Wankbewegungen aufweist liegt am leichten und zugleich steifen Hohlrohr-Stabilisator. Gleichwohl wurden die Fahrwerkslager an der Vorderachse doppelt so steif ausgelegt wie beim Vorgänger. Nur auf stark ondulierten Straßen kommt beim Familienausflug leicht Unruhe auf. Dennoch dürfte der Bonsai seinen deutschen Konkurrenten beim Fahrkomfort noch näher auf die Pelle rücken. Der günstigste Fiesta als Dreitürer mit 70-PS-Benziner und Trend-Ausstattung kostet 12.950 Euro. Der günstigste Diesel ist ab 15.800 Euro zu haben. Der Fünftürer kostet jeweils 800 Euro mehr.

Rainer Bekeschus

Ford Fiesta 1.1, Fünftürer

Motor: 1,1-Liter-Dreizylinder-Benziner, 70 PS

0-100 km/h: 14,9 Sekunden

Spitze: 160 km/h

Durchschnittsverbrauch:

4,4 Liter Super

C02-Wert: 101 g/km

Kofferraum: 269 bis 1093 l

Preis: ab 13 750 Euro

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