Das Nachrichtenportal für Brandenburg

Kia Optima SW Plug-in-Hybrid: Stark wie ein Samurai

Der neue Kia Optima verströmt bis in die letzte Kante athletische Eleganz.
Der neue Kia Optima verströmt bis in die letzte Kante athletische Eleganz. © Foto: Kia
/ 20.09.2017, 11:32 Uhr - Aktualisiert 16.10.2017, 14:08
Frankfurt (Oder) ( ) Unbestritten sind künftig im Wettstreit der sauberen Ideen für Autoantriebe mehr und mehr reine Elektroautos und Hybridantriebe angesagt. Immer beliebter werden bei Letzteren die Plug-in-Varianten, dessen Akkus man auch im allgemeinen Stromnetz laden kann. Kia hat hierfür jetzt auch die Kombiversion seines Mittelklässlers Optima mit dieser unweltfreundlichen Technik auf den Markt gebracht. Was der neue Teilzeit-Stromer-Kombi drauf hat? Der Märkische Markt hat das Greencar ausprobiert.

Stark wie ein Samurai, gleichzeitig elegant betont unauffällig wie eine Geisha, so gibt sich der Plug-in-Hybrid-Antrieb beim 4,86 Meter langen Optima-Kombi. Denn den Muskelpart teilen sich hier ein Vierzylinder-Benziner und ein Elektro-Motor. Das quasi unsichtbar zwischen Rücksitzen und Kofferraum platzierte 135 Kilo schwere Paket der Lithium-Ionen-Polymer-Akkus kann 11,3 Kilowattsunden Energie speichern und bietet Summa summarum 205 PS und fulminante 375 Nm. Zwar schrumpft das Gepäckabteil im Vergleich zum normalen Optima SW (525 bis 1.686 Liter) durch die Batterie etwas, die hier verbleibenden 440 bis 1.574 Liter bieten dennoch Platz für mehrere Koffer.

In der Praxis treiben Benziner- und Elektromotor die Vorderräder über ein sechsstufiges Automatikgetriebe an. Letzteres agiert dabei so sanft und zugfrei, dass der Fahrer nur am auf und ab der Tourennadel den Gangwechsel mitbekommt. Zum Anfahren geht es stets nur mit Strom. Als Höchsttempo im E-Modus sind 120 km/h möglich, die absolute rein elektrische Reichweite gibt Kia mit 62 Kilometer an. Unterwegs summt der 1,8-Tonner nur sonor vor sich hin; bleibt stets gentlemanlike leise. Ist der Strom passé (oder fährt man kurzzeitig etwas schneller) springt der Benziner dem Elektromotor unauffällig sofort hilfreich zur Seite. Das geilste ist jedoch, zwischendurch beim Zappen im Bordcomputer, den Verbrauch aufzurufen. Stehen doch dort nur 1,4 Liter als Schnitt in der Anzeige. Zum Stromtanken gibt es einen Typ-2-Ladeanschluss. Dieser europäische Standardstecker ist bei den Ladestationen in Deutschland am weitesten verbreitet. Wer will kann den Akku aber auch an einer normalen 230-Volt-Haushaltssteckdose laden. Das ist in drei Stunden erledigt. Das nötige Ladekabel samt Schukostecker und In-Kabel-Kontrollbox (ICCB) ist serienmäßig.

Und sonst? Da ist der 4,86 Meter lange Optima-Kombi eine selbstbewusste und edle Rucksack-Variante. Mit seinem Wabengrill in der Kia-typischen Form der "Tigernase", den seitlichen Lufteinlässen, der sanft abfallenden Dachlinie, einer markanten Fenstergrafik und dem schlüssig angepassten Heck verströmt das Auto bis in die letzte Kante athletische Eleganz. Zu den äußeren Erkennungsmerkmalen der Plug-in-Hybrid-Variante des SW gehören aerodynamisch optimierte Stoßfänger, Seitenschweller, spezielle Alufelgen, Zierleisten in Chrom und Blaumetallic, das "ECO plug-in"-Logo als auch ein aktiver Kühlergrill, der nur bei Bedarf geöffnet wird.

Auch innen besticht der Optima mit einem edlen Ambiente. Zudem gefällt die betont horizontale Ausrichtung des Armaturenbretts. Es gibt rundum hochwertige Materialien, Tasten und Schalter. Und nicht zuletzt lassen der diskrete Charme bei Materialauswahl (Soft-Touch-Oberflächen im Cockpit) und Fertigungsqualität Fahrer und Insassen zufrieden in die festen Polster sinken.

Das gelungene koreanische Oberklasse-Amüsement der zwei Herzen, bei dem bereits nahezu alles Erdenkliche in Sachen Komfort und Sicherheit an Bord ist, kostet ab 41.940 Euro. Theoretisch. Denn durch die Elektro-Prämie lassen sich derzeit 3.000 Euro sparen. Zudem gewährt Kia wie gewohnt eine Garantie von sieben Jahren oder über 150.000 Kilometer. Das gilt auch für die Antriebsbatterie.

Rainer Bekeschus

Kia Optima SW

Plug-in-Hybrid

Motor: 2.0-Liter-Vierzylinder-Benziner mit 156 PS + 68-PS-Elektromotor

0-100 km/h: 9,7 Sek.

Spitze: 192 km/h

Durchschnittsverbrauch:

1,4 Liter Super

C02-Wert: 33 g/km

Kofferraum: 450 - 1574 Liter

Preis: ab 41 940 Euro

Kommentare

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG