Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Suzuki Swift 1.0 Boosterjet, Automatik: Japanischer Zwerg mit viel Charme

Der kurze Viertürer wurde mit deutlich weniger Kanten und Sicken ausstaffiert.
Der kurze Viertürer wurde mit deutlich weniger Kanten und Sicken ausstaffiert. © Foto: Suzuki
27.09.2017, 12:19 Uhr
Frankfurt (Oder) () Suzuki haucht seinen Kleinwagen seit eh eine gewisse Unverwechselbarkeit und auch technische Solidität ein. In dieser erfolgreichen Chronik dürfte auch die nunmehr 6. Generation des Swift wieder einen besonderen Platz einnehmen. Ist der frische Japaner doch keine Einheitstype, sondern ein Zwerg mit viel Charme. Der Märkische Markt hat ihn mit 111-PS-Turbo-benziner und Mildhybrid-Unterstützung mal ausprobiert.

Sein optischer Auftritt gefällt uns schon mal. Auffällig im Vergleich zum Vorgänger ist, dass der 3,84 Meter kurze Viertürer, bei dem die Griffe der Fondtüren geschickt unter dem Dach versteckt wurden, mit deutlich weniger Kanten und Sicken ausstaffiert wurde. Schauen sie mal auf den prominenten Grill, die ausladenden Scheinwerfer und die betont sportlich muskulöse Schulterpartie. Oder das gewölbte Hinterteil mit den adretten Kurven.

In den Bonsai-Japaner steigt man dank der Höhe von 1,51 Meter ein ohne Bückling oder Schwellenangst. Vor allem kann man aufrecht sitzen, fast wie im Van. Selbst hinten. Freilich wurde beim Interieur aus Kostengründen nicht unbedingt teures und edles Plastik verbaut. Pfiffig eingesetzte Farbapplikationen schaffen es dennoch, den Sparzwang hier und da zu kaschieren.

Das Cockpit gibt keine Rätsel auf, alle Schalter und Knöpfe sind übersichtlicher als beim Vorgänger angeordnet. Zudem hilft ein gut funktionierender 7-Zoll-Touchscreen, verschiedenste Menüs anzusteuern. Mehr als üppig für einen Zwerg ist das Gepäckabteil, schluckt es doch passable 265 Liter (54 Liter mehr als beim Vorgänger!). Klappt man die Rückbank um, fasst es gar 947 Liter. Reicht allemal für den großen Einkauf, für den Kinderwagen als auch für eine Monatsration Pampers.

Quicklebendig arbeitet zudem der von uns getestete Turbobenziner mit 111 PS. Das kleine Dreizylinder-Kraftwerk (170 Nm) erweist sich als flotter, von der Tonart dennoch zurückhaltender Helfer, der alle Gasfußbefehle willig umsetzt. In unserem Testwagen wird der Antrieb bei Bedarf mit effizienter Mildhybrid-Technik unterstützt. Dabei fungiert ein Starter-Generator als E-Booster. Die benötigte Energie wird rekuperativ gewonnen. Ein unter dem Fahrersitz befindlicher Akku dient hierfür als Zwischenablage. Vorteil der Technik: Der Verbrauch sinkt im Schnitt um 0,7 Liter.

Und sonst? Das stufenlose CVT-Getriebe ist besonders in der Stadt hilfreich. Fahrwerksseitig hinterlässt er in der Summe einen guten Gesamteindruck, auch die Rückmeldung der Lenkung und das ansprechen der Bremsen ist gut.

Alles in allem ist der Swift ein gut aussehender und fahraktiver Partner, der bei dem Preis bereits nahezu komplett ausgestattet ist. Auch sicherheitsmäßig sind Notbremsassistent, adaptive Geschwindigkeitsregelung, ein Spurhaltewarnsystem mit Lenkradvibrationen und Fernlichtassistent Serie.

Rainer Bekeschus

Suzuki Swift 1.0 Boosterjet

Motor: 1,0-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner mit Mildhybridsystem (SHVS)

0-100 km/h: 10,6 Sek.

Spitze: 195 km/h

Durchschnittsverbrauch:

4,3 Liter Super

C02-Wert: 97 g/km

Kofferraum: 265 - 947 Liter

Preis: ab 20 140 Euro

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG