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Immer am Wasser entlang

Der Kalksee ist trotz seines Namens ein sauberer See, der auch mit der EU-Flagge für klares Gewässer ausgezeichnet wurde.
Der Kalksee ist trotz seines Namens ein sauberer See, der auch mit der EU-Flagge für klares Gewässer ausgezeichnet wurde. © Foto: Steffen Lehmann
dpa / 27.09.2017, 14:23 Uhr - Aktualisiert 04.10.2017, 12:50
Erkner (dpa) Ein Erlebnis ist der 66-Seen-Wanderweg. Seine Route verläuft etwa 400 Kilometer lang - einmal rund um Berlin. Von vielen Stellen aus kann man sich auf ihm bewegen, und das auch nur in kurzen Abschnitten, so auch bei einer Wandertour von Erkner nach Rüdersdorf bei der man die Naturlandschaften mit Flüssen, Seen und so manchem mehr an Überraschungen entdecken kann.

Kurz hinter der Löcknitz in Erkner, an der Fangschleusenstraße, bietet sich ein günstiger Einstieg, entlang des kleinen Flüsschens, auf dem Theodor-Fontane-Weg, dessen Namensgeber schon 1882 schwärmte "wer...spätnachmittags an der Grenzlinie zwischen Wald und Wiese hinfährt, dem eröffnet sich eine Reihe der anmutigsten Landschaftsbilder". Bis dorthin sind es vom Bahnhof Erkner nur rund 1,6 Kilometer - und schon ist man auf dem Abschnitt der 9. Etappe von Rüdersdorf nach Hangelsberg, die insgesamt betrachtet auf 23 Kilometern die abwechslungreichste ist.

Weiter am Wasser entlang geht es am Flakenfließ und dem Flakensee, an dem der gleichnamige Campingplatz liegt. Den Weg weiter laufend erreicht man die Schleuse Woltersdorf mit einigen Einkehrmöglichkeiten, wie beispielsweise dem Restaurant Flakenseeterrassen, dem Restaurant Kranichsberg und dem Ausflugslokal Liebesquelle. Von hier aus kann man auch einen Abstecher zum Kranichsberg unternehmen. Dort steht der Woltersdorfer Aussichtsturm, der einen einmaligen Ausblick bietet und auch über die aufregende Geschichte Woltersdorfs als Filmschauplatz Auskunft gibt.

Am darauf folgenden Kalksee führt der Weg weiter am Ufer entlang. Hier gibt es auch eine Badestelle und einen Ruderbootverleih. Trotz des Namens ist es ein sauberer See, der auch mit der EU-Flagge für klares Gewässer ausgezeichnet wurde. Von hier geht es entlang der Rüdersdorfer Heide und anschließend am Kalkgraben.

In Rüdersdorf angekommen grenzt direkt an den aktiven Tagebau der 17 Hektar große Museumspark, der die Geschichte des Kalkabbaus erzählt. Die Besucher können die einstigen Brennöfen und Transportanlagen besichtigen und erfahren, wie die alten Industrieanlagen funktionierten.

Nach diesem schönen Ausflug ist man dann mit Bus & Bahn in rund einer Stunde wieder in Berlin am Hauptbahnhof (Bus 950, S-Bahnlinie S3).

Für den Wanderweg rund um Berlin gibt es auch einen aktuellen Wanderführer in der 8. überarbeiteten Auflage: "66-Seen Wanderung. Zu den Naturschönheiten rund um Berlin", beschrieben vom ehemaligen Buchdruckermeister und Urberliner Manfred Reschke, der seit über 17 Jahren Wanderführer ist und die Idee der 66-Seen-Tour entwickelte.

Brandenburg ist bekannt als das Land der Seen. Über 3000 natürliche Gewässer finden sich in der Mark, viele davon liegen im unmittelbaren Einzugsgebiet Berlins. Die Routen der "66-Seen-Wanderung" führen zu großen und kleinen, versteckt liegenden oder sich majestätisch ausbreitenden Seen. Die 17 Etappen verlaufen durch märkische Heide und märkischen Sand, durch Wälder und Alleen. Am Weg liegen auch bedeutende Kulturlandschaften wie Parks und Gärten sowie Schlösser, Herrenhäuser und Kirchen.

Alle Anfangs- und Endpunkte der Etappen sind mit dem öffentlichen Nahverkehr zu erreichen, und alle Touren auf exakten Karten verzeichnet. Zahlreiche reisepraktische Hinweise, Ratschläge für Nordic Walker und 66 zusätzliche Ausflugstipps geben weitere Anregungen zur Erkundung des Landes. "Der Autor beschreibt die Wegstrecken so detailliert, dass man sich wirklich nicht verlaufen kann", heißt es in der Presse.

(66-Seen Wanderung. Zu den Naturschönheiten rund um Berlin, erschienen im Trescher Verlag, 264 Seiten, 100 Fotos und historische Abbildungen, 36 exakte Wanderkarten, farbige Übersichtskarte und Liniennetz Regionalverkehr; Preis: 14,95 Euro) (db/pm)

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