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Mini-Raumkreuzer mit Turbokraft

Insgesamt vermittelt der 4,26 m lange Kombi mit den dunkel umrandeten Rückleuchten viel Selbstbewusstsein.
Insgesamt vermittelt der 4,26 m lange Kombi mit den dunkel umrandeten Rückleuchten viel Selbstbewusstsein. © Foto: koda Fabia Combi 1.0 TSI
Rainer Bekeschus / 01.11.2017, 11:09 Uhr
Frankfurt (Oder) (MäMa) Kombifans können bei größeren Modellen unter einem geradezu üppigen Angebot wählen. Anders im Kleinwagen-Rudel. Da stehen gerade mal eine Handvoll solcher Varianten zur Wahl. Einer der seit Jahren schon in dem kleinen Segment eine unangefochtene Vormachtstellung behauptet, ist der Fabia Combi. Dieser kommt neuerdings nur noch mit Dreizylinder-Motoren daher. Die beiden bislang verbliebenen 1.2-Liter-Vierzylinder wurden jüngst durch Einliter-TSI-Aggregate mit 95 und 110 PS ersetzt. Der Märkische Markt hat letzteren ausprobiert und getestet, ob der Mini-Raumkreuzer damit gut aufgestellt ist.

Downsizing, Leichtbau, mehr Turbokraft - das sind die Zauberwörter bei Dreizylindern. Wie die Technik funktioniert? Dank eines auf 250 bar erhöhten Einspritzdrucks bietet der neue 1,0-Liter-Motor in beiden Leistungsstufen bessere Fahrleistungen als die bisher angebotene 1,2-Liter-Variante. Alukolben und Schmiedepleuel sind so ausbalanciert, dass der Motor besonders reibungsarm, ruhig und kultiviert läuft. Eine Ausgleichswelle ist somit nicht erforderlich. Dies spart Gewicht und hilft, den Kraftstoffverbrauch um sechs Prozent zu reduzieren. Hierbei hilft auch die Ölpumpe, deren Leistung fließend regelbar ist. Sie passt den benötigten Druck stetig der Motorbelastung an. In der Praxis überrascht das im Vergleich zum bisherigen 1.2er Vierzylinder um zehn Kilo leichtere Triebwerk neben der Laufruhe auch mit seinem sportlich-dynamischen Klang. Der Motor wird als sehr drehfreudig wahrgenommen, weil die Frequenz des Mündungsgeräuschs beim Dreizylinder grundsätzlich schneller ansteigt als beispielsweise beim Vierzylinder. Dies geschieht bereits bei niedrigen Geschwindigkeiten und bringt deshalb gerade in der Stadt Vorteile. Doch auch gegen höhere Touren haben die munter aufdrehenden drei Pötte nichts einzuwenden. Im Gegenteil: Je weiter sich die Nadel nach oben arbeitet, desto besser hängt der Fabia am Gas - und zerrt mitunter sogar erstaunlich kräftig an der Vorderachse. Kein Wunder, erhöhte sich doch sein Drehmoment im Vergleich zum Vierzylinder trotz gleicher PS-Zahl von 175 auf 200 Nm.

Lob gleichwohl für den Federungskomfort, den günstigen Wendekreis (10,4 m) sowie die gut parierende Servolenkung. Insgesamt vermittelt so der 4,26 m lange Kombi mit seinen schmalen Scheinwerfern, den scharfen Kanten auf der Motorhaube und seinem properen Heck mit den dunkel umrandeten Rückleuchten eine selbstbewusste Attitüde. Zumal auch Karosseriequalität und Verarbeitung über jeden Zweifel erhaben sind. Uns gefallen zudem die intuitive Bedienung und nahezu perfekte Ergonomie der Sitze. Schlecht sitzen ist unmöglich. Dazu gibt es ein riesiges Gepäckabteil das üppige 530 Liter schluckt - mehr Platz bietet keiner in der Gattung der kleinen Laster-Strolche. Die Rücksitzbank lässt sich geteilt umlegen, dann lassen sich über die nur 61 cm hohe Ladekante sogar 1,55 m lange Kisten auf die 96 cm breite Ladefläche schieben, oder satte 1395 Liter an Gepäck. Nörgeln müssen wir nur über die Dachreling, kostet sie doch 160 Euro extra.

Skoda Fabia Combi 1.0 TSI

Motor: 14-Liter-Dreizylinder-TSI, 110 PS

0-100 km/h: 9,6 Sek.

Spitze: 199 km/h

Durchschnittsverbrauch:

4,3 Liter Super

C02-Wert: 101 g/km

Kofferraum: 530 - 1395 Liter

Preis: ab 17 980 Euro

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