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Der Konkurrenz das Fürchten lehren

Zur hübschen Sportschau tragen schwarze Seitenschweller, der Heckspoiler sowie zwei pralle Endrohre bei.
Zur hübschen Sportschau tragen schwarze Seitenschweller, der Heckspoiler sowie zwei pralle Endrohre bei. © Foto: Hyundai
Rainer Bekeschus / 06.12.2017, 11:17 Uhr
Frankfurt (Oder) (MäMa/Märker) ausgeliefert wurde. Plötzlich war die Welt nicht mehr ganz so ungerecht. Ein Golf konnte die teuren BMW und Porsche ärgern. Inzwischen haben sich die Zeiten logischerweise deutlich geändert. Zwar führt der Golf nach wie vor das sportliche Kompakt-Rudel an, doch buhlen dahinter zig Wettbewerber um ähnliche Lorbeeren. Jetzt zieht selbst Hyundai mit dem i30 N einen pfeilschnellen Racer aus dem Köcher, der der Konkurrenz das Fürchten lehren soll. Der Märkische Markt hat ihn ausprobiert.

Schon als Normalo ist der 4,34 Meter lange Hyundai an sich ein Kompakter mit gelungenen Proportionen. Mit den Insignien eines N-Modells natürlich noch mehr. Gefällt doch der Kompakt-Sportler mit flotten Details wie mächtigen Schürzen an Bug und Heck. Im Vergleich zum normalen i30 duckt er sich nur um wenige Millimeter flacher auf den Asphalt. Der markentypische Kaskaden-Grill leuchtet hier in Schwarz, rote Leisten zieren die Frontlippe, hinter den serienmäßigen LED-Scheinwerfern ist die Blende schwarz eingefärbt. Zur hübschen Sportschau tragen schwarze Seitenschweller, der Heckspoiler sowie zwei pralle Endrohre bei. Unter den aufgeblasenen Kotflügeln warten schmucke 18-Zöller und 225er-Reifen sowie optional rot lackierte Bremssättel auf ihren Auftritt. Apropos Lack. Sechs Außenfarben stehen zur Wahl darunter ein auffälliger heller Blau-Ton (590 Euro Aufpreis), der an die WRC-Rallyeautos von Hyundai erinnern soll.

Die professionellen Auto-Fummler von Hyundai wuselten auch innen durch jeden Winkel, um die Synthese von Emotion und Funktion zu verbessern. Wir registrieren neben einer Alupedalerie vielerlei Einlagen in Schwarz sowie blauen Ziernähten an Lenkrad, Schaltknauf und Sitzen. Letztere sind natürlich für die Vorderleute besonders maßgeschneidert, passen sie doch wie ein Sprinter-Dress. Toll: Über zwei große blaue Tasten am Lenkrad lassen sich Parameter wie Lenkkräfte, Motorsound oder die adaptiven Dämpfer (serienmäßig) von komfortabel bis besonders sportlich justieren. Und nicht zuletzt haben die Instrumente im Cockpit eine eigene Skalierung sowie eine LED-Schaltanzeige für das kurz gefasste Sechsgang-Getriebe, die besonders auf möglichen Fahrten auf Rennstecken über den optimalen Schaltzeitpunkt informiert.

Und der Antrieb? Fakt ist: Das ist kein getunter Staubsauger, der kann es wirklich. Als Antrieb dient ein Zweiliter-Turbobenziner mit 250 PS sowie in der Performance-Variante mit 275 PS. Bereits die PS-Meute des Kleineren macht mächtig Rabatz, knurrt bereits im Standgas heiser blubbernd jeden Kampfhund in die Flucht. Ist das Biest wach, wird aus dem Knurren ständiges Grollen und der Antrieb wartet nur darauf mit seinen 353 Nm (Overboost 373 Nm) hemmungslos zubeißen zu können. Einmal von der Leine gelassen knetet der Motor die Kolben dann richtig durch. In 6,4 Sekunden jagt er auf Tempo 100. Erst bei 250 km/h wird elektronisch abgeregelt. Die uns begleitenden Motortöne reichen von rüpelhaft heiser bis dumpf röchelnd. Ohne Probleme arbeiten Lenkung und die pizzagroßen Bremsscheiben. Der Hebel der Macht lässt sich stets präzise und knackig durch die Sechsgang-Kulisse führen. Zudem sind Federn, Dämpfer, Streben und Stabilisatoren auch Dank einer komplett neu entwickelten Vorderachse bestens auf die Fahrsicherheit eingeschworen. Gleichwohl sind verschiedenste Fahrer-Assistenzsysteme an Bord. In der Performance-Variante gibt es gar ein elektronisch gesteuertes Sperrdifferenzial, das extrem hohe Kurvengeschwindigkeiten erlaubt.

Alles in allem wurde der neue i30 N stilistisch bis in die letzte Fuge fein durchkomponiert, präsentiert sich als sportliches Vollblut. Der koreanische Schürzenjäger ist ab sofort für 29 700 Euro zu haben, die Performance-Variante kostet ab 32.200 Euro.

Hyundai i30 N 2.0 T-GD

Motor: 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner, 250 PS

0-100 km/h: 6,4 Sekunden

Spitze: 250 km/h (abgeregelt)

Durchschnittsverbrauch:

7,0 Liter Super

C02-Wert: 159 g/km

Kofferraum: 395 bis 1301 l

Preis: ab 29 700 Euro

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