Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Zu wenig Mumm vor der Pause

Julian Haseloff (r.) machte ein gutes Spiel in Brieselang.
Julian Haseloff (r.) machte ein gutes Spiel in Brieselang. © Foto: MZV
Martin Terstegge / 19.09.2017, 14:43 Uhr
Brieselang (MOZ) Die Fußballer des FSV Brück 1922 warten auch nach dem vierten Spieltag in der Kreisoberliga immer noch auf den ersten Saisonsieg. In der Auswärtspartie beim SV Grün-Weiß Brieselang II verlor der Aufsteiger mit 0:2.

Die Voraussetzungen waren sicherlich nicht die besten. Dem Brücker Trainergespann Marko Kaplick und Andreas Bastian standen nur zwei Wechselspieler zur Verfügung, während bei den Gastgebern vier Akteure mitmischten, die durchaus zum Stamm der Oberligaelf gehören. Und zudem wurde das Spiel auf Kunstrasen ausgetragen. Doch das waren für Trainer Kaplick höchstens kleine Mosaiksteinchen, aber keine Entschuldigungen für die Niederlage. Die sah er eher in der schlechten ersten Hälfte, in der seine Mannschaft ohne Mumm auftrat.

Allerdings erlebten die Brücker auch einen denkbar schlechten Auftakt. Bereits in der 6. Minute rutsche Schlussmann Fritz Sandmann ein eher harmloser Ball durch die Hände. Ein Brücker Verteidiger hätte noch retten können, doch Brieselangs Stürmer Florian Rothe war gedanklich schneller und schob zum 1:0 ein.

Danach waren die Gastgeber im Spiel, ließen den Ball gut in den eigenen Reihen zirkulieren. Auch wenn es nicht dauernd im FSV-Sechzehner "brannte", so herrschte auf der Gästebank stets ein mulmiges Gefühl wenn sich die Grün-Weißen bis zur Strafraumkante durchkombinierten. Die Fläminger mussten viel laufen, konnten aber den Spielfluss des Gegners nicht entscheidend stören.

Offensiv traten sie nur einmal in Aktion, doch der Schuss in der 34. Minute verfehlte sein Ziel. Da die Brücker vor der Pause sich eher in der Rolle des Zuschauers gefielen, ging die 1:0-Pausenführung für die Platzherren in Ordnung.

In der Kabine fanden die FSV-Trainer aufmunternde Worte, die Brücker standen mit dem Wiederanpfiff näher am Gegenspieler und trugen mit wesentlich mehr Tempo ihre Angriffe vor. Die Gastgeber kamen kaum noch über die Mittellinie und dezimierten sich in der 55. Minute selbst. Allen Galinksi eilte auf das gegnerische Tor zu, wurde aber noch vor der Strafraumgrenze unfair gestoppt. Da der Brieselanger letzter Mann war, sah er folgerichtig die Rote Karte.

Mit einem Spieler mehr auf dem Platz wollten die Brücker nun zu viel auf einmal. Sie öffneten früh ihre Räume, wollten den Kontrahenten einschnüren. Dieses Risiko wurde nicht belohnt. In der 60. Minute verloren die Gäste den Ball in der Vorwärtsbewegung und die Brieselanger setzten zum Konter an. Und das machten sie schulbuchmäßig, Rothe ließ erneut Sandmann keine Abwehrmöglichkeit.

Die Gäste versuchten es aber dennoch weiter. In der 72. Minute fehlte bei einem Freistoß von Tim Wasserhess nicht viel, fünf Minuten später verzog Linnard Galinski in aussichtsreicher Position.

Richtig ärgerlich aus Brücker Sicht die Szene in der 82. Minute. Der Ball segelte in den Brieselanger Strafraum, wo Torhüter Rene Geßler vom eigenen Mann behindert wurde und das Leder fallen ließ. Tim Weigelt schob ein, doch der Schiedsrichter hatte die Angelegenheit anders wahrgenommen, entschied auf Stürmerfoul.

Dies ärgerte natürlich Trainer Kaplick, aber noch mehr die Leistung seiner Elf in der ersten Hälfte, wo er die Ursache der Niederlage festmachte.

Am kommenden Sonntag (24. September) geht es für die FSV-Elf wieder auf Auswärtstour, da im heimischen Stadion ein Erntefest stattfindet. Vielleicht können die Brücker um 15 Uhr beim SV Alemania Fohrde ihre Ernte einfahren.

Kommentare

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG