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Marcus Watzek von Grün-Weiss Ahrensfelde III bekommt für sein Traumtor die meisten Stimmen bei den "Hartplatzhelden"

Mit Sonntagsschuss ins Aktuelle Sportstudio

Markus Watzek, Grün-Weiss Ahrensfelde III
Markus Watzek, Grün-Weiss Ahrensfelde III © Foto: Verein
Britta Gallrein / 14.09.2017, 07:45 Uhr
Ahrensfelde (MOZ) Besser kann ein Einstand im neuen Team nicht laufen als mit einem Traumtor und einer Einladung ins Aktuelle Sportstudio.

Es ist die 14. Minute des Spiels der 1. Kreisklasse Ost zwischen Grün-Weiss Ahrensfelde III und dem Eberswalder SC. Ahrensfelde im Vorwärtsgang verliert zunächst den Ball in der Hälfte des Gegners, doch Neuzugang Marcus Watzek fängt einen gegnerischen Pass kurz vor dem 16er ab. Drei Schritte, dann zieht er einfach mal ab. Der Ball segelt in schönster Bogenlampen-Manier durch die Luft, knallt an die obere Latte, von dort aus auf den Boden und springt ins Tor. Was für ein Sonntagsschüsschen. Dass sein Team das Spiel am Ende mit 2:3 verliert, ist da schon fast Nebensache.

"Im ersten Spiel für den neuen Verein gleich so ein Tor zu machen, das ist natürlich super", freut sich der 29-jährige Neuzugang über seinen gelungenen Einstand.

Dabei hatte er die Fußballsachen eigentlich schon alle entsorgt. "Ich komme aus Berlin, habe früher für Hellerdorf gespielt, bin dann aber für drei Jahre der Liebe wegen nach Stuttgart gegangen", berichtet er. Vor kurzem kehrte er zurück in die alte Heimat Berlin. An Fußball dachte er eigentlich nicht mehr, bis ihn Arbeitskollege Christopher Dobslaff überredete, mit zum Training zu kommen. Dobslaff spielte im dritten Herrenteam von Grün-Weiss Ahrensfelde. Marcus Watzek kam mit - und war begeistert. "So einen tollen Teamgeist kannte ich von meinen vorherigen Mannschaften nicht", schwärmt er von seinen neuen Kollegen.

Umso größer die Freude, dass er seinen ersten Einsatz gleich mit einem Tor krönen konnte. War das eigentlich ein Zufallstreffer? Watzek lacht. "Neeee. Also was ich läuferisch nicht kann, dass kann ich beim Torschuss", erklärt er. "Aber klar, dass der dann nochmal so von der Latte auf den Boden und von dort ins Tor geht, das passiert natürlich nicht alle Tage."

Von dem Tor waren nicht nur seine Mitspieler begeistert, sondern auch Watzkes Vater, der das Video kurzerhand zur Facebook-Seite der "Fupa Hartplatzhelden" schickte, wo es unter zahlreichen Vorschlägen ausgewählt wurde für die Abstimmung zum "Tor des Monats".

"Ich glaube, meine Mannschaft war bei der Abstimmung aufgeregter als ich", sagt der Torschütze lachend. "Die haben wirklich auch alle ihre Freunde und Arbeitskollegen animiert, abzustimmen." Mit Erfolg. 399 Stimmen erhielt der Treffer - und Marcus Watzek damit eine Einladung ins Aktuelle Sportstudio des ZDF, in dem er dann auf die legendäre Torwand schießen darf.

Das muss natürlich gefeiert werden. Am 30. September ist der große Tag. Und die ganze Ahrensfelder "Dritte" will in Mainz dabei sein. "Wir haben schon einen Bus gemietet", berichtet der 29-jährige, der in einem Pflegeheim arbeitet.

Bis dahin wird natürlich noch ein bisschen an der Torwand geprobt. "Wir haben eine auf dem Platz, da werde ich sicher mal ne halbe Stunde vor dem Training üben", kündigt Marcus Watzek an. Übertreiben will er das aber nicht. "Ich fürchte, das größte Problem wird wahrscheinlich die Nervosität sein und dass ich mit Straßenschuhen schießen muss", glaubt er. Und alle Bälle versenken - das schaffen ja noch nicht mal die Profis. "Also geht es vor allem darum, Spaß zu haben", findet der Torschütze. Und den werden die Ahrensfelder mit ihrem Hartplatzhelden ganz bestimmt haben.

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