Das Nachrichtenportal für Brandenburg

Fahrzeuglackierer/in

Fahrzeuglackierer/innen beschichten Fahrzeuge und Aufbauten aller Art mit Lacken und gestalten sie ggf. mit Beschriftungen oder Motiven. Sie beurteilen Karosserie- und Lackschäden und bereiten Untergründe z.B. durch Schleifen und Grundieren für die Lackierung vor. Mit Spritzgeräten und  pistolentragen sie die einzelnen Lackschichten auf. Für spezielle Schriftzüge oder Ornamente verwenden sie Schablonen oder Folien. Sie versiegeln Hohlräume und konservieren Oberflächen mit Pflegemitteln wie Hochglanzpolituren und Hartwachsen. Sie demontieren und montieren Bauteile, messen und prüfen die Funktion elektrischer, elektronischer, pneumatischer und hydraulischer Bauteile bzw. Systeme und setzen Fahrzeugverglasungen ein. Teilweise arbeiten sie auch an vollautomatisierten, computergesteuerten Lackierstraßen, die sie einrichten, bedienen, überwachen, warten und instand setzen.


Fahrzeuglackiererin bei einem Leistungswettbewerb der Handwerkskammer Frankfurt (Oder).
Foto: Detlef Klementz/MOZ

Ausbildungsort/-dauer

3 Jahre Ausbildungsbetrieb und Berufsschule

Wo arbeitet man?

Fahrzeuglackierer/innen finden Beschäftigung in erster Linie
– in Fachwerkstätten für Fahrzeuglackierung
– in Unternehmen des Fahrzeugbaus
– in Werkslackierereien des Maschinen- und Anlagenbaus

Worauf kommt es an?

– Sorgfalt (z.B. beim Reinigen, Spachteln und Schleifen des Fahrzeuguntergrunds)
Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Lackieren von Fahrzeugen mit der Spritzpistole)
– Beobachtungsgenauigkeit (z.B. Erkennen von Unregelmäßigkeiten am Untergrund)
– Umsicht (z.B. Beachten der Sicherheitsvorschriften beim Arbeiten in Lackierkabinen)
– Kreativität und Sinn für Ästhetik (z.B. beim Entwerfen und Aufbringen von Zier- oder Werbelackierungen im Airbrush-Verfahren)

Schulfächer:
– Mathematik (z.B. für die Berechnung von Flächen, Volumina, Mischungsverhältnissen, Lösungsmitteln, Farbenmengen)
– Werken/Technik (z.B. bei der Montage und Demontage von Fahrzeugbauteilen)
– Chemie (z.B. für das Kennen des chemischen Verhaltens von Trägermaterialien)

In der Praxis stellen Handwerksbetriebe überwiegend Auszubildende mit Berufsbildungsreife ein, Industriebetriebe wählen vor allem Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss.


© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG