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Freiwilliges Jahr und Bundesfreiwilligendienst

Wer sich nach dem Schulabschluss bisher weder für ein Studium noch für eine Ausbildung entscheiden konnte oder nur Ablehnungen erhalten hat, findet in einem Freiwilligendienst eine gute Möglichkeit, die eigenen Interessen und Fähigkeiten zu erforschen und gleichzeitig die Berufswelt „live“ zu erleben. „In den nächsten Wochen und Monaten werden mehrere Stellen bei uns frei, weil die jetzigen Freiwilligen ins Studium und in die Ausbildung wechseln“, sagt Mandy Lehmann, Tutorin für Freiwilligendienste bei den Johannitern in Oderland-Spree.

 

Voraussetzungen sind die Bereitschaft, sich auf etwas Neues einzulassen und in einem Team zu arbeiten. In einigen Bereichen ist der Pkw-Führerschein erforderlich.

 

Die Johanniter in Oderland-Spree bieten für Interessenten aus den Landkreisen Märkisch-Oderland, Oder-Spree und aus der Stadt Frankfurt (Oder) vor allem Einsatzmöglichkeiten im Bereich Fahrdienst, technischer Hausnotrufservice, Ausbildung und in den Betreuungsdiensten an. „In welchem Bereich man tätig sein kann, hängt auch von den eigenen Vorstellungen und Stärken ab. Wir führen mit den Bewerbern Gespräche, um deren Interessen herauszufinden.“, so Mandy Lehmann. Sie empfiehlt Interessenten, sich rechtzeitig zu bewerben, damit genügend Zeit zur Information und eventuell auch für einen „Schnuppertag“ bleibt.

„Egal, ob es Bundesfreiwilligendienst oder Freiwilliges Soziales Jahr heißt, praktisch sind die Rahmenbedingungen für alle gleich“, erklärt die Tutorin „Durch den Bundesfreiwilligendienst können wir auch engagierte Freiwillige einstellen, die älter sind als 27 Jahre.“ Beide Arten des Engagements laufen in der Regel über ein Jahr und werden mit einem Taschengeld entlohnt. Außerdem werden die Freiwilligen natürlich sozialversichert und haben Anspruch auf Urlaub. Theoretisches Know-how und weitere Weiterbildungsmöglichkeiten werden in 25 Seminartagen vermittelt.

Freiwilligendienst, um weiterzukommen.
Foto: promo

Einsatzdauer

6 bis 18 Monate (meist 12 Monate)

Wo arbeitet man?

Einsatzstellen werden von gemeinwohlorientierten Einrichtungen angeboten.
Dazu zählen Mitgliedseinrichtungen der Wohlfahrtsverbände (u. a. Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonie, Paritätischer Wohlfahrtsverband), aber auch nicht-verbandsgebundene Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Kinderheime, Kindertagesstätten, Schulen, Jugendeinrichtungen, Einrichtungen der Behindertenhilfe, Erholungsheime, Mehrgenerationenhäuser, Selbsthilfegruppen, Sportvereine, Museen, Kultureinrichtungen, Einrichtungen des Zivil- und Katastrophenschutzes, Träger ökologischer Projekte und Kommunen..

Weiterhin zu beachten
Wer einen BFD absolvieren möchte, muss eventuell damit rechnen, dass wegen der großen Nachfrage sein Traumplatz nicht direkt verfügbar ist. Hier empfiehlt sich der direkte Kontakt mit der Einsatzstelle: Wer nicht sofort einen Platz bekommt, sollte sich unbedingt erkundigen, wann er nachrücken kann.

Freiwillige erhalten:
– Anleitung
– fachliche Betreuung in der Einsatzstelle.
– kostenlose Seminare
– Taschengeld

Freiwilligendienste gibt es unter anderem auch als Freiwilliges Soziales oder Ökologisches Jahr.

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