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Metall- und Glockengießer/innen der Fachrichtung Kunst- und Glockengusstechnik

Metall- und Glockengießer/innen der Fachrichtung Kunst- und Glockengusstechnik entwerfen Glocken und Kunstgegenstände und stellen diese her. Wollen sie z.B. eine große Glocke gießen, mauern sie anhand von Schablonen die Form für den Guss aus Lehm, Stein und Sand.

In Schmelzöfen schmelzen sie Bronze oder ähnliche Legierungen und lassen schließlich die heißflüssige Masse, die sogenannte Speise, durch selbst gemauerte Kanäle in die Form einlaufen. Sobald das Metall erkaltet ist, schlagen sie die Form ab, stimmen die Glocke und fertigen und montieren den Klöppel. Zum Teil bauen Glockengießer/innen auch die Glockenstühle aus Holz oder feuerverzinktem Eisen und befestigen die Glocken daran. Neben Glocken stellen sie Parkmöbel, Geländerelemente, Statuen und andere Plastiken im Sandguss- oder Wachsschmelzverfahren her. Außerdem renovieren und sanieren sie Glocken oder gegossene Kunstgegenstände.

Guss einer Kirchenglocke
Foto: moz.de (Winfried Mausolf)

Ausbildungsort/-dauer

Betrieb / Berufsschule/ 3,5 Jahre

Wo arbeitet man?

Metall- und Glockengießer/innen dieser Fachrichtung arbeiten hauptsächlich in Glockengießereien sowie in Gießereien, die Kunstgegenstände herstellen

Worauf kommt es an?

Da beim Gießen die Fließgeschwindigkeit exakt kontrolliert werden muss, damit beim Erkalten keine Risse oder Sprünge entstehen, ist Sorgfalt vonnöten. Zudem ist bei der Arbeit mit heißflüssigem Metall Umsicht erforderlich. Kenntnisse in Werken und Technik sind z.B. beim Herstellen von Gussformen und beim Bearbeiten von Gusserzeugnissen wichtig. Auch Fertigkeiten in Kunst sind hilfreich, etwa beim Herstellen von Wachsmodellen für Kunstfiguren oder beim Anfertigen von Skizzen.

In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit Berufsbildungsreife ein.

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