Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Notarfachangestellte/r

Notarfachangestellte unterstützen Notare und Notarinnen durch vorbereitende und begleitende Arbeiten bei der Beurkundung von Rechtsgeschäften auf dem Gebiet der vorsorgenden Rechtspflege. Dies erstreckt sich z.B. auf die Bereiche Haus- und Wohnungskauf, Ehevertrag, Vorsorgevollmacht und Testament. Sie nehmen Beurkundungsaufträge entgegen, führen Vorbesprechungen mit den Beteiligten und beschaffen erforderliche Unterlagen und Dokumente. Selbstständig bereiten sie Urkundenentwürfe vor, erstellen Schriftstücke wie Erbscheinanträge, Vollmachten, eidesstattliche Versicherungen oder Unterschriftsbeglaubigungen. Ihre Aufgaben reichen bis hin zur Abwicklung von Urkunden.
Im Rahmen ihrer Tätigkeiten erledigen sie wesentliche Teile der Korrespondenz mit den Mandanten, Gerichten, Behörden und Banken. Darüber hinaus gehören allgemeine Büround Verwaltungsarbeiten, die Gebührenberechnung sowie die Überwachung und Verbuchung von Zahlungseingängen zu ihren Aufgaben.

Haus- und Wohnungskauf, Ehevertrag, Vorsorgevollmacht und Testament - damit beschäftigen sich Notarfachangestellte.
Foto: imago stock&people

Ausbildungsort/-dauer

Ausbildungsbetrieb und Berufsschule / 3 Jahre

Wo arbeitet man?

Notarfachangestellte finden Beschäftigung
– in Notariaten
– in kombinierten Rechtsanwaltskanzleien mit Notariat

Worauf kommt es an?

– Organisatorische Fähigkeiten und Flexibilität (z.B. beim Vereinbaren von Terminen mit Mandanten, beim Einstellen auf die Anliegen unterschiedlicher Mandanten)
– Sorgfalt und Verschwiegenheit (z.B. beim Einhalten von Fristen und Gerichtsterminen, beim Umgang mit personenbezogenen Informationen)
– Mündliches und schriftliches Ausdrucksvermögen (z.B. für die Information von Mandanten über notwendige Unterlagen für Besprechungstermine, beim Verfassen von Verträgen, Vollmachten)
– Kundenorientierung (z.B. Eingehen auf die Bedürfnisse der Mandanten, z.B. bei Terminvereinbarungen)

Schulfächer:
– Deutsch (z.B. beim Erstellen von Schriftstücken und Verträgen)
– Mathematik (z.B. für die Berechnung von Gebühren und das Abwickeln oder Vorbereiten der Buchführung)
– Wirtschaft (z.B. beim Informieren von Mandanten über den Sachstand von Rechtsangelegenheiten)

Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Notariate und Kanzleien überwiegend Auszubildende mit Hochschulreife bzw. mittlerem Bildungsabschluss ein.

© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG