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Tierwirt/in Schweine-/Rinderhaltung

Tierwirte und Tierwirtinnen der Fachrichtung Schweinehaltung versorgen in Zucht- und Mastbetrieben Schweine und Rinder von der Geburt bis zum Verkauf bzw. zur Schlachtung. Sie bedienen automatische Fütterungsund Lüftungssysteme, reinigen die Ställe, desinfizieren sie und entsorgen die tierischen Ausscheidungen. Dabei beachten sie Tier- und Verbraucherschutz sowie Hygienevorschriften. In der Zucht suchen sie die geeigneten Zuchttiere aus und führen die künstliche Besamung durch. Sie versorgen die trächtigen Sauen, überwachen die Geburt, kümmern sich um die Muttertiere und ziehen die Ferkel auf.
In der Schweinemast füttern sie die Tiere bedarfsgerecht, kontrollieren die Einhaltung der Mastziele und ordnen die Schweine nach Gewicht, Geschlecht und Gesundheitsstatus in Gruppen ein. Dabei beobachten sie genau, wie sich der Schweinebestand entwickelt, und dokumentieren die Zucht- und Mastergebnisse. Auch die Vermarktung gehört zu ihren Aufgaben. Sind Schweine krank, assistieren Tierwirte und Tierwirtinnen der Fachrichtung Schweinehaltung dem Tierarzt bzw. der Tierärztin bei der Behandlung und versorgen die kranken Tiere nach ärztlicher Anweisung.

Tierwirt Niels Horst melkt im Melkkarussell der Milchviehanlage
Foto: imago stock&people

Ausbildungsort/-dauer

Betrieb und Berufsschule / 3 Jahre


Wo arbeitet man?

Tierwirte und Tierwirtinnen der Fachrichtung Schweinehaltung finden Beschäftigung
– in tier- oder landwirtschaftlichen Schweinezuchtbetrieben
– in Betrieben zur Ferkelerzeugung
– in Schlachtereien oder bei landwirtschaftlichen Interessenverbänden

Worauf kommt es an?

– Beobachtungsgenauigkeit und Aufmerksamkeit (z.B. beim Beobachten des Verhaltens von Schweinen)
– Handwerkliches Geschick und technisches Verständnis (z.B. bei Wartung und Reparatur von Stalleinrichtungen, baulichen Anlagen, Maschinen und Geräten)
– Sorgfalt (z.B. beim Führen von Stall- und Zuchtbüchern, bei Reinigung von Ställen und Maschinen)
– Verantwortungsbewusstsein (z.B. beim Umgang mit Tieren, beim Überwachen der Tiergesundheit)
– Kaufmännisches Denken (z.B. beim Kalkulieren von Erträgen)

Schulfächer:

– Biologie (z.B. beim Beobachten des Verhaltens und der Gesundheit der Tiere sowie Pflegen nach Anweisung des Tierarztes)
– Mathematik (z.B. beim Berechnen der Futtermittelmengen)

In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit Berufsbildungsreife ein.

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