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Freitag, 22. September 2017
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Die Suche nach dem Brandenbuch

Institut für angewandte Geschichte erarbeitet neue Landeskunde

 

Von MARC SCHÜTZ

 

Frankfurt (Oder) (MOZ) Die „kleine politische Landeskunde“ ist ein handliches rotes Buch, das ungefähr so spannend aussieht, wie sein Titel klingt. Das soll sich ändern. Die Brandenburgische Landeszentrale für Politische Bildung (BLPB), die das Bändchen 2009 herausgegeben hat, plant eine Neuauflage. Das piefige Design, die politikwissenschaftlichen, drögen Texte: all das soll in der neuen Landeskunde verbessert und vor allem moderner präsentiert werden.


Vor einiger Zeit holte man sich in der Zentrale in Potsdam deshalb Hilfe vom Institut für angewandte Geschichte in Frankfurt (Oder). „Das Institut gehört zu den innovativsten Akteuren in Brandenburg und deshalb haben wir uns bei dem Projekt für sie entschieden“, sagt Martina Weyrauch, Leiterin der BLPB.

Viele Ideen für ein Buch: Tim Köhler (l.) und Stephan Felsberg konzipieren die neue Brandenburger Landeskunde, die 2015 erscheint. Foto: MOZ/Marc Schütz

Seit Wochen sind die Institutsmitarbeiter Tim Köhler und Stephan Felsberg (Foto) deshalb auf der Suche nach dem „Brandenbuch“ – so ihr Arbeitstitel. Fünf verschiedene Konzepte haben sich die Kultur-Historiker bis jetzt ausgedacht: vom Comic, über ein Länder-ABC, einen Reportagen-Band und eine eher klassische Variante mit multimedialer Begleitung bis hin zu einem fiktiven Reiseführer decken die Ideen ein breites Feld ab. Gleichzeitig läuft eine Abstimmung im Internet, bei der die Brandenburger ihre Vorstellungen einer Landeskunde loswerden können: Weniger Politik, dafür mehr Sport? Die künftigen Leser haben es selbst in der Hand.

„Wir sind in einer großen Suchbewegung“, sagt Martina Weyrauch. Deshalb ist auch noch nicht klar, wie viel Geld für das Projekt zur Verfügung stehen wird. „Normalerweise kostet eine Buchproduktion zwischen 10000 und 15000 Euro“, sagt die BLPB-Chefin. Auf eine Summe für das Brandenbuch will sie sich aber nicht festlegen. Zumal erst im März eine Präsentation stattfindet und Tim Köhler und Stephan Felsberg das Projekt schon weiterdenken: „Vielleicht gibt es auch zusätzlich ein Brett-, ein Karten- oder ein Computerspiel“, sagt Köhler. Wie die Landeskunde der Zukunft aussehen soll, steht also überhaupt noch nicht fest. Nur eines ist sicher: Sie wird Anfang 2015 erscheinen und nicht klein, rot und dröge sein.

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