Schwedt (moz) Etwas überschattet von Großereignissen wie Brandenburgtag, Neubauten am Bollwerk oder im Lindenquartier ist mitten in der Stadt mit viel Geld ein schmuckes Kleinod entstanden. Der umgestaltete Stadtpark, im Volksmund „Knochenpark“ genannt, ist fertig.
Selbst von großen Städten wie Paris, Leipzig oder Berlin schwärmen Besucher im Sommer nicht so sehr über Architektur oder Sehenswürdigkeiten, sondern meist von den Parks. Städte, die bei schönem Wetter in idyllische Parks zum Sonnen, Spielen oder Spazierengehen einladen, Springbrunnen, Blumenbeete, Spielgeräte und Bänke im Schatten an bieten, sind liebenswert. Das alles hat jetzt auch Schwedt.
Für rund 820 000 Euro wurden im Mai die beiden letzten Bauabschnitte zur Neugestaltung des Stadtparks fertig. Neue Wege durchziehen nun den Park mit großen, mächtigen Bäumen. Rasenflächen wurden neu angelegt, der Hauptweg, der den Vierradener Platz mit dem Platz der Befreiung verbindet, wird von Rosenbeeten in Segelform flankiert. Bänke laden zum Verweilen ein, ebenso ein kleiner Spielplatz und der gelungene Springbrunnen mit der Plastik „Mutter Erde“.
Ein Dutzend Kunstskulpturen fand im Park das Ende des Schattendaseins in Kellern der Stadtverwaltung. Kauernde Usbeken, Afrikanerinnen und Mongolen sind im so genannten Skulpturenpark zu entdecken.
Nun fehlt zum kompletten Bild eines lebendigen Stadtparks nur noch das Wasser spritzende Kind im Brunnen oder das Liebespaar, das auf einer Decke mitten auf der Wiese den aufgehübschten Park in einen Lebensraum verwandelt. Hoffentlich stellt keiner Schilder auf: „Betreten der Rasenflächen verboten!“ Ein solch unromatisches Schild verschandelt schon den kunstvollen Brunnen: „Kein Trinkwasser!“
Mit den neuen, teilweise geschwungenen Wegen, einem schönen alten Baum, der mitten auf der Hauptachse des Weges stehen bleiben durfte, statt dem Weg wie sonst in Schwedt üblich Platz zu machen, und natürlich dem neuen Brunnen als Mittelpunkt hat Architekt Frank Buck den Stadtpark völlig neu und wirklich besser in Szene gesetzt.
War es vordem gruselig, hier entlang zu gehen, und erinnerte einen stets an die Gräber, die hier einst lagen, macht der Park heute etwas her und lädt zum Verweilen ein. Nach Abschluss der letzten Arbeiten freute sich Bürgermeister Jürgen Polzehl bei der Abnahme völlig zu Recht: „Wir haben eine neue grüne Mitte.“
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Neueste Kommentare
26.05.2012 08:02:55 Rainer Pick
Übertreibung?
26.05.2012 07:47:15 Frührentner
Nachdenken? ja,bitte!
26.05.2012 07:26:42 einer flog übers kukucksnest
China-Airline fordert rbb-Erklärung...
26.05.2012 07:12:07 Zivilisationskranker
@leser
26.05.2012 07:07:23 Marco Habeck
sie haben recht