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Neuanlauf

Günther Marx
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Günther Marx / 29.05.2017, 19:04 Uhr - Aktualisiert 01.08.2017, 14:42
(MOZ) Im französischen Präsidentschaftswahlkampf hatte Wladimir Putin auf die Rechtspopulistin Marine Le Pen gesetzt. Er empfing sie in Moskau. Und ihre Partei bekam einen Millionen-Kredit von einer russischen Bank. Hätte Putins Favoritin gewonnen - es hätte die Europäische Union wohl gesprengt. Nun muss der russische Präsident mit Emmanuel Macron auskommen, einem dezidierten Pro-Europäer.

Und nicht nur das: Wenn im Herbst in Deutschland gewählt wird, dann heißt die neue und alte Kanzlerin aller Voraussicht nach Angela Merkel, die gerade versucht, gemeinsam mit Macron den deutsch-französischen Motor wieder anzuwerfen. Es geht darum, die EU nicht nur aus ihrer inneren Stagnation zu lösen, sondern angesichts der Kapriolen eines Donald Trump auch außenpolitisch wetterfest zu machen.

Für Putin heißt das, er muss sich auf ein Europa einstellen, das trotz Brexit nicht auseinanderfällt, sondern eine neue Identität, einen neuen Zusammenhalt sucht. Marcon ist smart genug, den Kreml-Herrn, der von François Hollande noch beinahe zur unerwünschten Person erklärt worden war, sehr früh in seiner Amtszeit in Versailles zu empfangen. Das ist sowohl ein Gesprächsangebot als auch ein Signal von Selbstbewusstsein. Putin hatte sich anderes gewünscht. Günther Marx

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