Zugegeben, der Sommer ist schön und besonders geeignet, seine Freizeit musikalisch begleitet im Freien zu verbringen. Aber auch der Herbst hat seine schönen Seiten. Hohe Luftfeuchtigkeit oder so mancher Schauer sollten dabei ebenso wenig hinderlich sein wie nasses Gras. Wer den Flip von von JBL dabei hat, ist von den Außenbedingungen unabhängig und tut mit der Special Edition sogar noch was für die Umwelt.

Echter Outdoor-Lautsprecher

Denn der tragbare Schallwandler in der Eco-Ausführung besteht zu 90 Prozent aus recyceltem Kunststoff. Und die Umverpackung wird gar gänzlich biologisch abgebaut. In Ozeanblau und Waldgrün passten die Hersteller gar die Farben dem Ökogedanken an.
Zum Naturburschen indes macht die knapp ein halbes Kilo schwere Röhre aber deren IPX7-Zertifizierung. Damit kann der Flip bis zu einer halben Stunde und bis zu einem Meter tief in Wasser getaucht werden, ohne, dass Schaden fürs Innenleben befürchtet werden muss.
Dort werkeln 44-Millimeter Treiber, die 20 Watt Musikleistung an die Membranen liefern. Das ist für den Hausgebrauch mehr als ordentlich. Wem in der Weite der Natur das zu wenig ist, der kann Dank PartyBoost-Modus mehrere Lautsprecher miteinander koppeln und so den Auftritt in Sachen Sound deutlich verstärken. Ob das dann allerdings noch naturverbunden ist, sei einmal dahingestellt.

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Untereinander wie auch mit der Quelle wird der Flip - sowohl in der Normal- wie auch in der Grünen-Version - via Bluetooth verbunden. Das Pairing funktioniert dabei denkbar einfach, weder mit Android oder iOS-Geräten gab es irgendwelche Probleme. Und selbst an den PC ließ sich der Waldbursche anschließen.
Wer alle Features nutzen will, braucht allerdings die JBL-Connect-App. Mit deren Hilfe kann zum einen der Lautsprecher selbst geupdated werden. Zur Aktivierung des PartyBoost braucht’s ebenfalls die App oder dann, wenn man nur zwei Flip zur reinen Stereo-Wiedergabe koppeln will. In welchem Modus auch immer, der 4800 mAh-Akku hält die Zuhörer bis zu zwölf Stunden am Stück bei Laune und ist in knapp zweieinhalb Stunden wieder aufgeladen.

Ordentlicher Klang, robustes Wesen

Für die doch recht kompakte Größe klingt der Eco-Flip sehr ordentlich. Dank der runden Bauweise erfolgt sie Abstrahlung im Prinzip auch als 360-Grad-Sound. Der Frequenzgang wird mit 65Hz bis 20kHz angegeben und zumindest der LFE-Bereich dürfte voll ausgeschöpft werden. In der Höhe liegt das Limit ja außerhalb der Möglichkeiten des menschliche Ohres, insofern gilt auch hier: eingedenk der Ausmaße und des Einsatzbereiches gibt es wirklich nichts zu meckern.
Das gilt ebenso in Sachen Bedienung. Entweder vom Smartphone aus, das ja wohl die häufigste Quelle sein wird oder aber über die Grundausstattung von Tasten, die sich, ebenfalls gummiert, aber erhoben, auf der Oberfläche befinden. Die Ausstattung hier eher rudimentär. Denn außer Lautstärke, Start-Stop und Endloswiedergabe gibt es nicht weiter. Vermissen könnte mancher zudem die Möglichkeit, per Kabel Quelle und Schallwandler zu verbinden. Entsprechende Eingänge wurden eingespart. Zudem ist der Flip 5 Eco auch kein Smart-Speaker. Ein Mic fehlt ebenso wie etwa ein Sprach-Assistent.

Für nur 100 Euro

Für etwas über 100 Euro wäre dies dann aber auch sicher zu viel des Guten gewesen. Schließlich bietet der Lautsprecher mit seiner Outdoor-Tauglichkeit, nicht nur gegen Feuchtigkeit, sondern auch Stoß und Fall in Maßen, und dem durchweg guten Sound schon jede Menge fürs Geld. Vom Einsatz unter Wasser würden wir trotzdem abraten. Einfach, weil’s nicht klingt. Das ist dann aber reine Physik mit Schallwellen in unterschiedlich dichten Massen und eine andere Geschichte.