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Dieter B. Herrmann 26.09.2012 19:29 Uhr - Aktualisiert 03.01.2013 14:07 Uhr
Red. ,

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Entdeckung der "Nebelflucht"

Berlin (MOZ) In einer Serie für die Märkische Oderzeitung stellt der Astronom Dieter B. Herrmann 24 Himmelsphänomene vor: Teil 8 - Der Hubble-Effekt

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Das Weltraumteleskop Hubble

© dpa

Den Namen "Hubble" kennen heute viele Menschen auf der Welt, obwohl der US-amerikanische Astronom Edwin Hubble bereits vor rund 60 Jahren verstorben ist. Doch das nach ihm benannte "Hubble Space Telescope" (HST) bringt fast täglich neue farbenprächtige Bilder entfernter Objekte des Weltalls in alle Wohnstuben der Erde.

Berühmt wurde Edwin Hubble durch seine Arbeiten am damals größten Teleskop der Welt, dem Hooker-Spiegel auf dem Mount Wilson (Kalifornien/USA) mit einem Spiegeldurchmesser von circa 2,5 Metern. 1923 konnte Hubble zeigen, dass der Andromeda-Nebel eine außerhalb unseres Sternsystems liegende Weltinsel darstellt. Doch es war bei weitem nicht die einzige, es gab noch viel mehr solcher Galaxien. Hubble untersuchte deren Spektren, das heißt, das in die Regenbogenfarben zerlegte Licht der weit entfernten Objekte. Dabei fand er heraus, dass die Linien in den Spektren nach dem roten Ende hin verschoben waren und zwar um so mehr, je weiter entfernt sich die Galaxien befanden. Als Deutung dieses Befundes bot sich der Doppler-Effekt an: eine Lichtquelle erscheint uns rötlicher, wenn sie sich von uns entfernt. Doch dann musste sich das gesamte Universum in Ausdehnung befinden. Alle Sternsysteme entfernten sich voneinander.

Dieser "Hubble-Effekt", auch "Nebelflucht" genannt, bedeutete die Expansion des Weltalls. Umgekehrt war aber anzunehmen, dass die gesamte Materie des Universums in der Vergangenheit auf ein viel kleineres Raumgebiet konzentriert war. Das führte schließlich zur "Urknall"Theorie.

Demnach ging das Weltall nach heutigen Kenntnissen vor 13,7 Milliarden Jahren aus einem superdichten und superheißen Urzustand hervor. Damals existierten weder Atome, noch Sterne oder Galaxien. Das heutige Standardmodell versucht, alle bekannten Beobachtungstatsachen aus diesem Urzustand herzuleiten und zu verstehen. Viele Fragen sind noch ungelöst. Gerade arbeiten Wissenschaftler der ganzen Welt mit Hochdruck an diesen Problemen, wobei besonders der Elementarteilchphysik eine große Bedeutung zukommt. Deshalb erhofft man sich auch zahlreiche Antworten vom "Large Hadron Collider", dem Teilchenbeschleuniger am Europäischen Zentrum für Kernforschung CERN in Genf.

Am Sternenhimmel im Oktober nimmt der größte Planet des Sonnensystems jetzt an Helligkeit zu und ist die gesamte Nacht hindurch zu sehen. Am 5. Oktober steht der abnehmende Mond in seiner unmittelbaren Nähe. Deutlich heller als Jupiter strahlt allerdings die Venus, - nur steigt sie erst wesentlich später über den Horizont. Anfang Oktober muss man bis 3 Uhr 30 Minuten warten, ehe die Venus allmählich sichtbar wird.

Da die Sonne deutlich später aufgeht als noch im vergangenen Monat, bleibt Venus dank ihrer großen Helligkeit eindrucksvoll. Am Fixsternhimmel können wir zur Monatsmitte um 22 Uhr (MESZ) noch das Sommerdreieck beobachten. Die Herbstbilder Kassiopeia, Kepheus und Andromeda sind um diese Zeit in südlicher Richtung zu sehen. Während Tag und Nacht zum Herbstanfang noch gleich lang waren, verkürzt sich die Tagesdauer bis Ende Oktober bei uns auf etwa neuneinhalb Stunden.

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