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Dieter B. Herrmann 28.12.2012 19:13 Uhr - Aktualisiert 03.01.2013 14:34 Uhr
Red. ,

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Winter beginnt genau um 12 Uhr 12

Berlin (MOZ) In einer Serie stellt der Astronom Dieter B. Herrmann 24 Himmelsphänomene vor: Teil 10: Jahreszeiten.

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Die Jahreszeiten im Wechsel

© moz

Am 21. Dezember beginnt sie wieder, die dunkle Jahreszeit Winter. Doch warum gerade um 12 Uhr 12 Minuten? Weil genau dann die Sonne den tiefsten, das heißt südlichsten Punkt ihrer scheinbaren Jahresbahn erreicht. Damit sind wir mitten im Thema. Da die Erde sich im Laufe eines Jahres um die Sonne bewegt, erscheint es uns, als würde sich die Sonne vor dem Hintergrund des Himmels um die Erde bewegen.

Die Bahn, die sie dabei durchmisst, nennt man Ekliptik. Ihr Verlauf ist seit altersher durch die Sternbilder des Tierkreises markiert. Die Ekliptik ist gegenüber dem Himmelsäquator gegenwärtig um rund 23,5° geneigt. Von langfristigen, periodischen, geringfügigen Schwankungen dieses Winkels sehen wir hier ab. Während des Erdumlaufes um die Sonne erreicht diese auf ihrer scheinbaren Bahn zwei Extrempunkte: die größte nördliche Position (Sommeranfang auf der Nordhalbkugel der Erde) und die größte südliche Position (Winteranfang auf der Nordhalbkugel). Wenn die Sonne den Himmelsäquator vom Süden her kommend erreicht, sprechen wir vom astronomischen Frühlingsanfang (auf der Nordhalbkugel) und entsprechend vom Herbstanfang, wenn sie den Äquator in südlicher Richtung überschreitet. Für Orte auf der Südhalbkugel der Erde sind die entsprechenden Termine um sechs Monate verschoben. Die höheren Temperaturen im nördlichen Sommer entstehen dadurch, dass die weitgehend unverändert bleibende Neigung der Erdachse dann zu steileren Einfallswinkeln der Sonnenstrahlung führt.

Bekanntlich bewegt sich unsere Erde auf einer elliptischen Bahn um die Sonne. Ihr Abstand von der Sonne variiert deshalb um rund fünf Millionen Kilometer. Das wirkt sich jedoch kaum auf die Temperaturen aus, wie man bereits daran erkennt, dass der größte Erdabstand im nördlichen Sommer eintritt und der geringste Anfang Januar. Jedoch hat die elliptische Bahn zur Folge, dass die vier Jahreszeiten unterschiedlich lang sind. So dauert die Jahreszeit Frühling derzeit bei uns rund 92,8 Tage, der Sommer 93,7, der Herbst 89,4 und der Winter circa 89 Tage. Doch auch dies ändert sich im Laufe längerer Zeiträume, ohne dass deswegen die Jahreslänge selbst variiert.

Sternenhimmel im Dezember: Am Sternhimmel können wir zur Monatsmitte um 21 Uhr über dem Westhorizont immer noch die Sommersternbilder Schwan, Leier und Adler erblicken. Über dem Südhorizont steht Pegasus, das geflügelte Ross der antiken Sagenwelt. Am Osthimmel steigt das Sternbild Stier empor, in dem der offene Sternhaufen Plejaden (Siebengestirn) auffällt. Das typische Wintersternbild Orion ist über dem Südosten zu sehen. Darüber strahlt in einigem Abstand Kapella, der Hauptstern des Bildes Fuhrmann. Er ist der dritt hellste Stern des nördlichen Himmels und bildet mit seinem Begleiter Ab ein Doppelsternsystem. Die beiden Riesensterne bewegen sich in jeweils 104 Tagen einmal um ihren gemeinsamen Schwerpunkt. Drei Planeten können jetzt gesehen werden: Jupiter ist im Sternbild Stier die ganze Nacht hindurch auffallend hell präsent. Saturn steigt nach 4 Uhr über den Horizont. Venus folgt als Morgenstern nach 6 Uhr konkurrenzlos strahlend.

Dieter B. Herrmann wurde als Moderator populärwissenschaftlicher Sendungen bekannt und als langjähriger Leiter der Archenhold-Sternwarte Berlin.

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