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Dieter B. Herrmann 25.10.2012 17:20 Uhr - Aktualisiert 03.01.2013 14:05 Uhr
Red. ,

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Als Spiegel die Sternwarten eroberten

Berlin (MOZ) In einer Serie stellt der Astronom Dieter B. Herrmann 24 Himmelsphänomene vor: Teil 9: Interstellare Materie

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Sternenhimmel für August 2012

© DPA

 

Die viel beschworenen „Öden des Weltraums“ sind keineswegs leer. Vielmehr befinden sich im Raum zwischen den Sternen Gas- und Staubmassen unterschiedlicher Dichte, die wir unter dem Begriff „interstellare Materie“ zusammen fassen.

Das mit Abstand häufigste Element der interstellaren Materie ist Wasserstoff, gefolgt von Helium. Die Dichte schwankt in weiten Bereichen, das heißt, die Materie ist keineswegs gleichmäßig verteilt, sondern tritt in Form von Wolken auf. Doch selbst in Gebieten hoher Wasserstoffdichte finden wir höchstens etwa 100 000 Atome je Kubikzentimeter. Das sind 105 Atome. Wenn wir bedenken, dass ein einziges Gramm Wasserstoff 6 mal 1023 Atome enthält, können wir ermessen, wie fein die Materie im Raum zwischen den Sternen verteilt ist. Mitunter finden sich auch nur einige wenige Atome in einem Kubikzentimeter, – also fast nichts. Die Staubmengen machen nur etwa ein Prozent der interstellaren Materie aus und diese insgesamt wiederum nur wenige Prozent der Masse unseres gesamten Sternsystems.

 

Dennoch spielt die interstellare Materie eine große Rolle in der Evolution unserer Galaxis – ebenso wie übrigens auch in den anderen Sternsystemen des Universums. Aus den Wolken der interstellaren Materie entstehen nämlich neue Sterne und sehr wahrscheinlich auch gleichzeitig neue Planetensysteme.

 

Dass wir die feinst verteilte interstellare Materie überhaupt sehen können, liegt daran, dass die Gaswolken in der Nähe heller Sterngebiete durch deren energiereiche Strahlung zum Leuchten angeregt werden. Wir sprechen dann von Emissionsnebeln. Eines der bekanntesten Objekte dieser Art ist der schon mit dem bloßen Auge sichtbare Orionnebel in etwa 1400 Lichtjahren Entfernung unterhalb des sogenannten Schwertgehänges im Sternbild Orion.

 

Die Molekülwolke erstreckt sich über das ganze Sternbild Orion, – wir sehen allerdings nur jenen Teil direkt, der durch die Nachbarschaft heller Sterne selbst Licht aussendet. In vielen Ansammlungen interstellarer Materie befinden sich auch schwerere Elemente, die aus dem Inneren von bereits explodierten Sternen stammen und sich unter Mitwirkung von Staubpartikeln zum Teil zu komplexeren Molekülen zusammen ?gefügt haben.

 

Das Sternbild Orion kann im November bereits nach 21 Uhr über dem Osthorizont gesehen werden und erreicht nach Mitternacht den Süden. Für die Beobachtung des Nebels empfiehlt sich ein Fernglas. Rechts oberhalb des Orion prangt der Stier mit dem offenen Sternhaufen Plejaden (Siebengestirn), - auch ein lohnendes Objekt für den Feldstecher. Ähnliche Haufen von Sternen bilden sich im Orion-Nebel gerade heraus.

 

Sterne im November: Von den Planeten geht Jupiter am frühesten auf. Schon in der Abenddämmerung können wir ihn als auffallend helles Gestirn entdecken. Venus – deutlich heller – folgt erst nach 4 Uhr am Morgen und steht inzwischen sehr tief im Sternbild Jungfrau.

 

Auch der Ringplanet Saturn ist am Morgenhimmel zu finden. Am 27. November stehen Venus und Saturn nur etwa eine Vollmondbreite voneinander entfernt.

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