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25.11.2016 14:36 Uhr

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Europäischer Raumfahrt fehlen 400 Millionen Euro für ExoMars

Paris (dpa) Für die europäisch-russische Marsforschung fehlt vor der Ministerkonferenz der Europäischen Raumfahrtagentur Esa mehr Geld als zunächst angenommen. Für das Prestigeprojekt ExoMars werde die Esa bei der Konferenz im schweizerischen Luzern (1./2. Dezember) 400 Millionen Euro beantragen, sagte Raumfahrtfunktionär David Parker am Freitag in Paris. Zuvor hatten Experten die Finanzlücke auf 300 Millionen Euro geschätzt.

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Erkenntnisse zur Bruchlandung des Testmoduls "Schiaparelli" im Oktober sollen helfen, die Technik für den Start eines Rovers 2020 zu verbessern. Mit ExoMars wollen die Esa und ihr russischer Partner Roskosmos gemeinsam nach Spuren von Leben auf dem Roten Planeten suchen. Der Absturz des Landemoduls war ein Rückschlag.

Ein Instrument habe fälschlicherweise wenige Kilometer über dem Mars einen "negativen Höhenwert" gemessen, sagte Parker bei einem Telefonbriefing. Dann seien zu früh Funktionen eingeleitet worden, die nach der Landung vorgesehen waren. "Wir müssen noch verstehen, warum das passiert ist, damit wir auch die Konsequenzen für 2020 abschätzen können", sagte der für Roboter-Missionen zuständige Esa-Funktionär. Dennoch hätten die Experten wertvolle Daten gesammelt. "Das war ein Experiment. Man lernt genauso viel, wenn etwas schiefgeht, wie wenn alles klappt."

Während "Schiaparelli" in Westeuropa entwickelt wurde, wird das Landemodul für 2020 bei den Partnern in Russland hergestellt. Es enthält aber auch zahlreiche europäische Komponenten.

Parker lobte die Partnerschaft mit Russland. "Wir bekommen viel Unterstützung von Roskosmos." Auch unter den Esa-Mitgliedern gebe es vor der Ministerkonferenz positive Signale. ExoMars gilt als wichtige Brücke der Zusammenarbeit zwischen Russland und dem Westen in politisch aufgeladener Zeit. Moskau sieht in ExoMars einen wichtigen Test für künftige Kooperationen etwa zur Erkundung des Mondes.

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