Eberswalde (MOZ) Wolfgang Thalers Firma hat schon maßgeschneiderte Computer für die russische Raumstation MIR geliefert. Das erzählte der Mann bei der zweiten Ideenschmiede am Donnerstag auf dem Waldcampus. Jetzt lässt der kreative Kopf mit seinen Mitarbeitern anderen Leuten im wahrsten Sinne des Wortes das eine oder andere Licht aufgehen. Mit dimmbaren LED-Straßenlampen und -Industrieleuchten.
Der Clou dabei: Die intelligenten Straßenlaternen leuchten nachts so stark oder schwach, wie es an ihrem Standort zu jeder Dunkelstunde günstig ist. Die beschriebenen Superleuchten können - wenn der Käufer es wünscht - sogar erkennen, wenn sich Fußgänger, Radfahrer oder Autos nähern, geben dann mehr Licht und verblassen wieder, wenn die Straße wieder verwaist ist.
Erste Straßen hat Thaler damit schon in Sachsen-Anhalt bestückt. Ein einst zu jeder Nachtstunde üppig beleuchteter Verkehrsweg fraß dort übers Jahr rund 100000 Euro Stromgeld. Lampen mit Grips schonen die Stadtkasse. Die Sachsen-Anhaltiner sparen jetzt - zumindest in dieser Straße -mehr als die Hälfte der Stromkosten.
Aber was kostet das Sparen? Thaler: "Nach zwei Jahren sind die Anschaffungskosten wieder drin." Die Trill-Leuchten haben mit 100 Prozent Leuchtkraft eine Lebensdauer von 55000 Stunden. Werden sie im Sparmodus betrieben, sogar noch länger, versichert Wolfgang Thaler.
Wenn Eberswalder Studenten neue Ideen hätten, sei er offen für eine Zusammenarbeit mit der Hochschule. Themen für Abschlussarbeiten gebe es in seinem Unternehmen von "Vermeiden von Lichtsmog" bis "Beleuchtung und Naturschutz". Das Lichtspektrum der LED-Leuchten hat laut Thaler einen angenehmen Nebeneffekt: Es lockt weder Insekten noch Spinnen an.
Die Präsentation der intelligenten Straßenlaterne war nur einer von sieben spannenden Beiträgen während der zweiten Ideenschmiede. Diplomingenieur Michael Günther von der Hochschule erklärte seine Methode, Material mittels Hochleistungscomputer, Kamera, Licht und anschließender Auswertung von Bilderserien berührungsfrei zu messen. Er nennt sie "Grauwertkorrelationsmethode". Friedemann Gillert erläuterte seine Idee, wie sich mit Medizintechnik der Ärztemangel auf dem Lande kompensieren lässt. Steffen Paddelt erklärte seine 3D-Messtechnik. Sascha Buder, wie sich mit Wasser Stahl schneiden lässt. Weitere Referenten beschäftigten sich mit der Herstellung von Wasserstoff aus Flüssiggas und Managerseminaren mit Eventcharakter.
Jens Jankowsky von der Industrie- und Handelskammer hat die Ideenschmiede organisiert. Sie sollte interessante, aber vielleicht noch zu wenig bekannte Produkte und Dienstleistungen möglichen Anwendern bekannt machen und so wiederum den Ideenreichtum mehren, Schwierigkeiten beim Marktzugang aufzeigen sowie Raum für Geschäftspartnerschaften schaffen.
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26.05.2012 08:02:55 Rainer Pick
Übertreibung?
26.05.2012 07:47:15 Frührentner
Nachdenken? ja,bitte!
26.05.2012 07:26:42 einer flog übers kukucksnest
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26.05.2012 07:12:07 Zivilisationskranker
@leser
26.05.2012 07:07:23 Marco Habeck
sie haben recht