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Hochwasser: Dauerregen lässt die Pegel steigen


Im Oderbruch sorgt der anhaltende Niederschlag für hohe Pegelstände. Experten befürchten ein neues Jahrhunderthochwasser wie zuletzt 1997, da sich die Wetterlage gleicht.



Boris Kruse 05.12.2011 09:09 Uhr
Red. Eberswalde, eberswalde-red@moz.de

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Drei Fahrzeuge zum Geburtstag

Eberswalde (MOZ) Zu seinem 15. Geburtstag bekommt der Ortsverband des Technischen Hilfswerks (THW) in den nächsten Wochen drei neue Einsatzfahrzeuge. Die ehrenamtlichen Helfer sind stolz auf ihre Entwicklung, beklagen jedoch Nachwuchssorgen, die durch das Aussetzen der Wehrpflicht entstanden sind.

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  15 JAhre THW in EBerswalde am 3.12.2011. Mirko Wolter überreicht An Toni Hecke und Peter Rother symbolisch zwei Kennzeichen für zwei neue Lastkraftwagen. © MOZ/Thomas Burckhardt

Solche Geburtstagsgeschenke werden gerne angenommen: Gleich drei neue KFZ-Kennzeichen konnte der Landesbeauftragte des THW für Berlin und Brandenburg, Manfred Metzger, den Eberswalder Helfern am Sonnabend überreichen. Im einzelnen handelt es sich um einen Lkw für die Fachgruppe Elektroversorgung, einen weiteren Lkw für die Logistik-Versorgung zum Transport von Zelten, Sitzbänken und Feldküchen-Utensilien sowie ein Mannschaftstransportfahrzeug. Am 10. und am 17. Dezember sollen die blau lackierten Autos eintreffen. Damit sehen die Einsatzkräfte sich nun in allen drei Fachgruppen, also der Bereiche Elektro, Versorgung und Bergung, gut aufgestellt.

Das 15-jährige Jubiläum war für die Helfer Anlass, die vergangenen Jahre noch einmal Revue passieren zu lassen. Ganz bescheiden hatte alles mit einem Stützpunkt im Brandenburgischen Viertel. 1999 folgte der Umzug in den eigens errichteten Neubau in der Carl-Zeiss-Straße. 72 Mitglieder hat das THW derzeit, 43 davon sind aktive Helferinnen und Helfer. Zahlen, welche die Ehrenamtlichen zunächst einmal zufrieden stimmen. Und doch drücken diesbezüglich einige Sorgen auf die Gemüter: Denn durch den Wegfall der Wehrpflicht ist eine wichtige Quelle der Nachwuchsgewinnung versiegt. In diesem Jahr sind nur noch vier Helfer neu beigetreten, in den Vorjahren waren es deutlich mehr.

"Wir konzentrieren uns jetzt bei den Anwerbungen auf 30- bis 50-Jährige, die in ihrem Leben vor einer beruflichen oder privaten Umorientierung stehen", erklärt der Ortsbeauftragte des THW, Mirko Wolter. Durch das Fernbleiben junger Leute seien aber gerade diejenigen Kader weggebrochen, die später einmal für Führungsaufgaben prädestiniert sind, weil sie sich schon frühzeitig in die Strukturen des THW integrieren. Wolter erhofft sich hier künftig die Unterstützung von Schulen und der Verwaltung, verstärkt für ehrenamtliches Engagement zu werben.

Mit dem Wachsen hat sich schrittweise der Umfang der Einsätze verändert, zu denen die Truppe gerufen wird: "In den ersten Jahren waren wir eher als Unterstützer und Helfer dabei, inzwischen bekommen wir auch bei komplexer Schadenslage einen kompletten Einsatzabschnitt übertragen", beschreibt Mirko Wolter, der dies als Ausdruck des gestiegenen Vertrauens in den Eberswalder Ortsverband deutet. "Die entsprechenden Kompetenzen mussten wir uns in den Anfangsjahren erst erwerben."

Ein weiterer gravierender Wandel: "Deutlich mehr Unwettereinsätze" seien es in den letzten Jahren gewesen. Den Klimawandel und seine Folgen bekommen die Hilfskräfte besonders deutlich zu spüren. Ein Umstand, der den Ortsbeauftragten von Eberswalde zwiegespalten stimmt: "Wäre das Hochwasser an Elbe und Oder nicht gekommen, dann wären wir finanziell heute nicht so gut aufgestellt." Mirko Wolter erinnert daran, dass dem THW drastische Mittelkürzungen bevorgestanden hätten, wenn es die jüngsten Unwetterkatastrophen nicht gegeben hätte. Auch in diesem Jahr war das THW mit seinem Zugführer Daniel Kurth vom Winterhochwasser in Anspruch genommen. Die Helfer packten beim Füllen von Sandsäcken mit an und sorgten für die Verpflegung weiterer ehrenamtlicher Helfer.

Der veränderten Großwetterlage trägt das THW durch eine angepasste Ausbildung Rechnung. "Die Deichverteidigung bildet jetzt einen großen Schwerpunkt", so der studierte Wirtschaftsingenieur Wolter.

Auf ihrer Jubiläumsfeier nahmen die Helfer einige Auszeichnungen vor. David Heenemann und Michael Demke erhielten das Helferzeichen in Gold. Eine besondere Überraschung gab es für Mirko Wolter: Der Ortsbeauftragte wurde mit dem THW-Ehrenzeichen in Bronze geehrt.

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