Schwedt (moz) Die Bauarbeiten am Lindenquartier, dem Großprojekt der Wohnungsbaugenossenschaft (kurz Wobag) laufen auf Hochtouren. In regelmäßigen Abständen treffen sich hier aber nicht nur die unterschiedlichsten Gewerke, um ihre Arbeit zu verrichten, sondern auch die neuen Mieter zu den Richtfesten. Als einer der ersten Mieter wird in der kommenden Woche die evangelische Grundschule in das ehemalige Bürgerhospital einziehen. 200 000 Euro hat die Wobag für die Sanierungsarbeiten in diesem Jahr investiert. Das Lindenquartier soll für insgesamt 12 Millionen Euro bis 2012 fertiggestellt sein.
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Eine Woche vor der Einschulung der ersten Abc-Schützen in die evangelische Grundschule im neuen Lindenquartier steigt die Aufregung bei den Verantwortlichen. „Nächste Woche werden die Möbel kommen, die Eltern helfen beim Aufbau der Regale und beim Gestalten des Umfeldes. Ja, dann geht es in die heiße Phase“, berichtet Martina Radloff, Vorsitzende des Schulvereins.
In jedem Fall sei man rechtzeitig fertig, „damit die Schüler eine Umgebung vorfinden, die sie zum Lernen brauchen.“ Neben der Einrichtung soll auch ein Sandkasten auf dem improvisierten Schulhof vor dem ehemaligen Bürgerhospital Platz finden.
Mit der Eröffnung der freien Schule geht für die Verantwortlichen ein Traum in Erfüllung. „Die Idee einer eigenen Schule gab es schon viele Jahre, aber sie ließ sich nicht umsetzen“, erin-nert sich Martina Radloff. Vor zwei Jahren wurden die Vorstellungen konkret, man suchte nach einem Standort und konnte „mit der Wobag einen starken Partner gewinnen“, wie es die Vereins- vorsitzende beschreibt. Anders als zunächst vorgesehen, wird die evangelische Schule das 200 Quadratmeter große 1. Obergeschoss des ehemaligen Bürgerhauses für die zehn Schüler der 1. Klasse beanspruchen.
Die Bauarbeiten am Haus, in das die Wobag als Eigentümer für dieses Jahr 300 000 Euro an Sanierungskosten investiert und weitere 200 000 Euro für 2011 eingeplant hat, werden auch während des Schulbetriebes weitergehen. Da die besonders lärm- und schmutzintensiven Arbeiten abgeschlossen seien, sind Störungen nicht zu erwarten. Stattdessen könnte der Bau des Lindenquartiers in unmittelbarer Nähe zum praxisnahen Unterricht in der Schule beitragen.
Die Fortschritte am Neubauprojekt Lindenquartier, für das die Wobag bis 2012 insgesamt 12 Millionen Euro investiert, schreiten ungehindert voran. Am Freitag wurde das Richtfest am Wohn- und Geschäftshaus 1 gefeiert, das städtebaulich eine wichtige Quartiersecke gegenüber dem Berlischky-Pavillon schließt. Im April war der Grundstein zum Bau gelegt worden, „in weiteren vier Monaten heißt es Koffer packen“, stellte Wobag-Vorstand Helmut Barsch in Aussicht. Das Teilprojekt, für das rund 1,7 Millionen Euro in die Hand genommen werden, beinhaltet überwiegend Geschäfts- und Büroflächen. Im 2. Obergeschoss und im Dachgeschoss werden vier Wohnungen entstehen.
Größter Gewerbemieter im nahezu fertiggestellten Bau mit einer Fläche von etwa 550 Qua- dratmetern ist die WDU Dienstleistung GmbH. Für deren Chef Sigmund Bäsler ist der zukünftige Standort ein Glücksfall. „Was die Arbeitsschutz- und Sicherheitsnormen betrifft, sind wird damit sicher fünf Jahre im Voraus auf dem neusten Stand“, blickt der WDU-Chef in die Zukunft.
Darüber hinaus erhielten die 35 Büromitarbeiter nicht nur bessere Arbeitsbedingungen, sondern die Firma ist „mitten in der City auch näher an den Menschen“ und könne so ihr Potenzial besser nutzen.
Schon in der nächsten Woche werden im Lindenquartier wieder die Sektkorken knallen. Am Freitag wird das Richtfest der Kita des Vereins „Leg los – werd groß“ gefeiert. Richtiges Leben zieht mit den Erstklässlern der evangelischen Schule am 21. August ein. Die Einschulung beginnt um 10 Uhr mit einem Gottesdienst.
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