Die soeben eingeführte sechste Ducato-Generation dürfte ihr Scherflein dazu beitragen, dass das auch künftig so bleibt. Ob Kastenwagen, Pritsche mit Einzel- und Doppelkabine, Kombi oder Luxusbus mit fünf bis neun Sitzplätzen - dank unterschiedlicher Radstände Außenlängen und Bauhöhen bringt es der neue Ducato auf rund 1000 Varianten. Die Lkw-Versionen, darunter erstmals auch ein Dreiseitenkipper, erzielen Bestwerte in der Nutzlast (bis 2,1 Tonnen) und im zulässigen Gesamtgewicht (bis 4,25 Tonnen). Auf die einzigartige Vielfalt an Fahrgestellen für Wohnmobile lassen sich sogar bis zu 4,4 Tonnen draufsatteln. Da muss auch bei der Einrichtung des rollenden Eigenheims im Kompaktformat auf nichts verzichtet werden.
Für jeden Einsatzzweck des Multitalents steht der passende Motor zur Wahl. Fiat bietet ausschließlich moderne Turbodiesel-Direkteinspritzer an, alle Vierzylinder mit einer Leistungsspanne von 115 bis 177 PS. Der 2,3-Liter Multijet etwa, der mit 130 PS Leistung ein besonders breites Anforderungsband abdeckt, zählt mit 6,4 Litern Normverbrauch zu den sparsamsten Triebwerken im Transportersegment. Wir haben den durchzugsstarken und laufruhigen Diesel im neunsitzigen Hochraumkombi gefahren. Damit ist der luftige und komfortabel eingerichtete Kleinbus, für den man als Extras ein Multimediasystem und einen Spurhalteassistenten bestellen kann, wieselflink unterwegs. Den neuen Klassen-Bestwert setzt mit nur 5,8 Litern Durchschnittsverbrauch die Eco-Version des 2,3-Liter-Selbstzünders, die aber auf eine Spitze von 90 km/h gedrosselt ist.
Die Preise für den Ducato als Lkw-Version beginnen bei 23 960 Euro (netto). Damit kommt das neue Modell 2,9 Prozent teurer als das alte, hat dafür aber unter anderem serienmäßig den Schleuderverhinderer ESP an Bord. Die Pkw-Modelle schlagen mit mindestens 25 210 Euro zu Buche, ebenfalls ohne Mehrwertsteuer.Wolfgang Brekeller