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Foto: dapd/Sascha Schürmann

Rocker-Szene

Razzien in Berlin und Brandenburg: Im Kampf gegen die Rocker-Szene ermittelt die Staatsanwaltschaft jetzt mit einer neu gegründeten Task Force.

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14.01.2013 15:33 Uhr

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Rocker schweigen vor Gericht über Drogenhandel

Berlin (dapd) Ihre Kutten haben die Rocker abgelegt, zwei von ihnen müssen hinter Glas Platz nehmen: Unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen hat vor dem Landgericht Berlin am Montag ein Prozess gegen mutmaßliche Mitglieder des Rockerclubs Bandidos wegen Drogenhandels begonnen. Die drei Angeklagten verweigerten jedoch die Aussage.

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Der wegen des Verdachts auf bandenmässigen Handel mit Amphetaminen angeklagte Dennis N. verbirgt am Montag  im Landgericht in Berlin vor Beginn des Verfahrens gegen ihn und zwei weitere Mitglieder einer Berliner Rocker-Gruppierung sein Gesicht.  

Der wegen des Verdachts auf bandenmässigen Handel mit Amphetaminen angeklagte Dennis N. verbirgt am Montag im Landgericht in Berlin vor Beginn des Verfahrens gegen ihn und zwei weitere Mitglieder einer Berliner Rocker-Gruppierung sein Gesicht.

© dapd

Die Männer im Alter von 29 bis 36 Jahren sind angeklagt, von Ende 2009 bis Mai vergangenen Jahres im großen Stil mit Amphetaminen gehandelt zu haben. Bei zwei von ihnen soll es sich um Mitglieder des Bandidos-Chapters "Berlin Del Este" handeln. Der dritte Angeklagte hat die Gruppe nach eigenen Angaben inzwischen wieder verlassen, wie ein Gerichtssprecher sagte.

Im Juni 2012 waren die Ermittler mit einem Großaufgebot gegen das Chapter vorgegangen. Dabei handelte es sich um eine der größten Razzien gegen kriminelle Rockerbanden in der Region. Insgesamt 1.000 Polizisten, darunter Kräfte der Spezialeinheit GSG 9, durchsuchten Wohnungen und Arbeitsstätten der Rocker sowie das Clubheim in Hennigsdorf. Damals wurden insgesamt sieben Haftbefehle vollstreckt. Einer der festgenommenen Männer sei bereits verurteilt worden, drei weiteren solle ebenfalls der Prozess gemacht werden, sagte Staatsanwalt Roland Vollmer.

Kronzeuge soll im Prozess aussagen

Hauptangeklagter im aktuellen Verfahren ist ein in Hennigsdorf lebender 36-Jähriger. Der Mann soll den Drogenhandel organisiert haben. Er ist einschlägig vorbestraft. Laut Anklage war ein 29-jähriger Berliner mit dem Drogenankauf betraut, während ein 31-Jähriger meist in seinem Wohnort Oranienburg, aber auch in Velten und Hennigsdorf das Rauschmittel verkaufte. Die Männer sollen sich laut Anklage die Netzwerke des Chapters und dessen sogenannte Supporterclubs zunutze gemacht haben, um mit den Drogen handeln zu können.

Nach Angaben des Staatsanwalts hatte ein führendes Mitglied der Rocker die Ermittler auf die Spur der Angeklagten gebracht. Der Mann soll Vizepräsident des Chapters gewesen sein und befindet sich nach Angaben Vollmers inzwischen im Zeugenschutzprogramm. Er wird als Kronzeuge in dem Verfahren aussagen. Auch gegen den Präsidenten der Gruppe werde ermittelt, sagte Vollmer. Er befinde sich jedoch nicht in Haft. Bei ihm soll es sich um einen ehemaligen Berliner Polizisten handeln.

Der Prozess soll am 21. Januar fortgesetzt werden.

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Neueste Kommentare

01.11.2014 09:34:07 Schnatterente

Wie geht dass denn?

01.11.2014 09:07:44 na Hallo

Na dann packen wir´s

01.11.2014 08:53:16 PIKO

@U.K.

01.11.2014 08:48:36 ....

Was heißt schon "Kreuzzug" ...

01.11.2014 08:31:44 Leserin

Wie sicher sind wir alle?

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