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Rocker in Berlin und Brandenburg

Hells Angels, Bandidos und zahlreiche Untergruppen: Rocker-Clubs haben ihre ganz eigenen Regeln. Polizei und Justiz versuchen den Kriminellen unter den Mitgliedern das Handwerk zu legen.

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Roland Becker 21.01.2013 18:15 Uhr - Aktualisiert 24.01.2013 15:24 Uhr
Red. Hennigsdorf, lokales@oranienburger-generalanzeiger.de

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Rocker vor Gericht

Hennigsdorf/Berlin (MZV) Mittellange braune Haare, eine wie ein Kassengestell wirkende Brille, dazu ein altmodisches Jacket und Jeans - sieht so ein Rocker aus?

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Juni 2012: GSG 9-Beamte stürmen das Clubhaus der Bandidos Untergruppe "Del Este".

© dpa

Ja - zumindest dann, wenn er sich im Zeugenschutzprogramm der Polizei befindet. Steigen Rocker aus der kriminellen Szene aus und offenbaren sich den Ermittlungsbehörden, drohen Racheakte ihrer Ex-Kumpels. Deshalb hat Daniel N. nicht nur einen neuen Namen, sondern trägt im Gerichtssaal auch eine Perücke. Weder die Angeklagten noch mögliche Rocker unter den Zuschauern im Berliner Landgericht sollen sehen, wie Daniel N. heute aussieht.

Das einstige Mitglied der Bandidos gilt als der Trumpf der Staatsanwaltschaft im Prozess gegen Stefan I. aus Hennigsdorf, Mirko S. aus Oranienburg und den Berliner Dennis N. Das Trio des offiziell als aufgelöst geltenden Hennigsdorfer Rockerclubs Bandidos del Este sollen laut Anklage bandenmäßig mit Amphetaminen gehandelt haben. Mit weiteren Tätern sollen sie die Drogen in Berlin besorgt und in Oberhavel verkauft haben. Darüber soll Daniel N. vor den Ermittlern umfangreich ausgesagt und die Angeklagten sowie weitere Rocker und sich selbst belastet haben.

Auf den Gerichtsfluren wird kolportiert, Daniel N. habe den Ermittlern entscheidende Hinweise dafür geliefert, dass Polizei und die Spezialeinheit GSG 9 im Juni 2012 den Hennigsdorfer Club der Bandidos stürmten.

Sein erster Aufritt als Zeuge umfasste ganze drei Sätze. Zu erfahren war nur, dass der 30-Jährige Familie habe und derzeit eine Arbeit suche. Nach dieser fünfminütigen Visite wurde N. von drei Sicherheitsbeamten wieder aus dem Saal geführt.

Der dritte Verhandlungstag, der für kommenden Montag angesetzt ist, dürfte mehr Einblicke in das Leben des abtrünnigen Bandidos bringen. Der Richter kündigte an, dass N. dann zu seinem Lebenslauf und zu seinem Einstieg in die Rockerszene befragt wird. Aussagen zu den kriminellen Machenschaften der Bandidos werden frühestens am 30. Januar erwartet.

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