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Jörg Kotterba 17.07.2017 06:00 Uhr - Aktualisiert 21.07.2017 14:33 Uhr
Red. Frankfurt (Oder), frankfurt-red@moz.de

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Geburtstagsfeier auf dem Rad

Frankfurt (Oder) (MOZ) Die älteste Tour-de-MOZ-Teilnehmerin kam Samstag aus Strausberg: Charlotte Henze. Freitag wurde sie 89 Jahre alt. Nun radelte sie mit mehr als 50 Mitstreitern über 45 Kilometer zum Stadtfest - eine Geburtstagsfeier der besonderen Art.

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Kurz vorm Start: Auf dem Parkplatz am Helenesee war jedem Tour-Teilnehmer die Vorfreude anzusehen. Zahlreiche Stamm-Radler hatten das blaue Tour-de-MOZ-Trikot angezogen und fieberten den 45 Kilometern entgegen.

© Jörg Kotterba

Charlotte Henze musste viele Hände schütteln. Tourleiter Jürgen Sobeck drückte die kleine Frau (nur 1,54 Meter). Und das 73-jährige Frankfurter Schwergewicht Ferdinand Jekel (Kennzeichen: XXXXL-MOZT-Shirt und kunterbunter Blumenhut) hob das Geburtstagskind gar in die Juli-Sonne. "Ihr seid verrückt!", rutschte es Charlotte Henze, Jahrgang 1928, heraus, "ich habe doch nicht mal Jubiläum."

"Unsere Charlotte ist schon was Besonderes", meinte später Claus W. Kay. Der Strausberger Anfang 70 ist mit jener bewundernswerten Frau befreundet, für die ihr Alter nur eine Zahl ist, kein Hinderungs- oder Jammer-Grund. Mit seinem Auto bringt er Charlotte Henze, seit zwei Jahren Witwe, zu fast allen Tour-de-MOZ-Start-Orten. So auch Sonnabend. "Vom stillen Eiszeitland ins Getümmel des Bunten Hering" lautete das Motto, diesmal über 45 Kilometer vom Helenesee über Müllrose, Mixdorf und Kupferhammer zum Schervenzsee und schließlich hinein ins Festgetümmel zum MOZ-Café vis-á-vis von Rat- und historischem Bolfrashaus. Mehr als 50 Radler waren dabei.

Energiebündel Charlotte Henze, seit vielen Jahren Mitglied des Vereins Tandem 2003 in Petershagen-Eggersdorf, legte in diesem Jahr auf ihrem Rad bereits mehr als 2500 Kilometer zurück. Weil das nicht reicht, steigt sie bei schlechtem Wetter oder in der kalten Jahreszeit auf ihren Heimtrainer. "Früher spielte ich trotz meiner Größe leidenschaftlich gern Volleyball. Und Tischtennis mit Bezirksliga-Niveau. Aber das ist freilich lange, lange her." In der Ost-Brandenburger Hobby-Radszene ist Oma Charlotte (vier Urenkel) längst ein kleiner Star. Bei Zieleinläufen wird sie fast so empfangen wie ein Popstar.

Den längsten Anmarschweg zum Helenesee hatte mit weit über hundert Kilometern Werner Thiemig aus Crinitz, ein Ort im Landkreis Elbe-Elster. "Ich bin das dritte Mal bei dieser Tour. Genau genommen: Das zweite Mal. Bei meiner Premierenfeier im vorigen Jahr ab Helenesee musste ich schon nach wenigen Metern aufgeben. Der Schlauch war geplatzt. Und mein Ersatzschlauch defekt. Zu blöd." Was ihn, den 81-Jährigen, an der Tour de MOZ so begeistert? "Sie ist perfekt organisiert. Die Tourenleiter suchen sich interessante Rastplätze aus und erzählen dort manche Anekdote. Und die Stimmung hier ist Spitze."

Tourenleiter war diesmal Jürgen Sobeck. Er machte unter anderem auf dem Müllroser Marktplatz und am Katharinensee Station und schwärmte vom lieblichen Städtchen. Wer Müllrose besuche, besuche ein kleines brandenburgisches Schmuckkästchen mit Flair. "Hier komme ich noch mal her", meinte Werner Thiemig spontan. Er könne sich eine Paddeltour vom Kleinen Müllroser See über den Oder-Spree-Kanal, durch den idyllischen Katharinengraben bis zum Katharinensee "sehr gut vorstellen." In Mixdorf berichtete Jürgen Sobeck von den Windkraft-Sorgen der Bewohner. "Sie sind nicht gegen Windkraft, aber für einen sozial- und umweltverträglichen Umgang damit."

Bereits am kommenden Sonnabend, 10 Uhr, startet am Bahnhof Tantow die 15. Tour, diesmal über 41 Kilometer. Motto: "Durch Pommern mit Schlenker nach Polen".

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