Der Bundestagsabgeordnete stärkt den zahlreichen Bürgerinitiativen in Brandenburg den Rücken. Er fordert das Aussetzen der Windplanung in Uckermark und Barnim, bis das Land ein eigenes Gesetz mit einheitlichen Mindestabständen verabschiedet hat.
"Der Erfolg der Energiewende wird nicht durch den Zubau gesichert, sondern durch die verlässliche Stromproduktion der Anlagen", argumentiert der Bundestagsabgeordnete. "Immer leistungsfährigere Anlagen, Speicherlösungen und die Abstimmung des Zubaus zwischen den Bundesländern erlauben uns zudem, den vor mehreren Jahren prognostizierten Flächenbedarf nach unten zu korrigieren."
Die Energieversorger hätten mit der sogenannten Länderöffnungsklausel am Ende auch eine sichere Planungsgröße. Koeppen plädiert dafür, dass in allen Planungsregionen einheitliche Kriterien gelten. Dies würde die Akzeptanz der Stromerzeugung durch Wind in Brandenburg erheblich beeinträchtigen. Seiner Ansicht nach dürfe man nicht näher als 1500 Meter an Wohnsiedlungen heranbauen. "Die stark wachsende Anlagenhöhe und Anlagendichte muss zu einer stärkeren Entlastung der Bevölkerung führen und zu festen Tabu-Grenzen der Bebauung", heißt es in dem Brief an den Vorstand der Planungsgemeinschaft.
Gleichzeitig fordert Koeppen bereits im Landesgesetz eine Regelung, die Windräder in Wäldern ausschließt ebenso wie die technogene Verriegelung ganzer Ortschaften.
Doch ob es überhaupt ein Landesgesetz geben wird, liegt in den Händen der Regierungskoalition aus SPD und Linken. Ein auf dem jüngsten Landesparteitag der Sozialdemokraten eingebrachter Antrag aus den eigenen Reihen zur Einführung von festen Mindestabständen wurde in den Landesvorstand zurückverwiesen.
Von einem Schlag ins Gesicht der Bürger spricht die brandenburgische CDU, die ihrerseits ein Angebot zur Zusammenarbeit gemacht hatte, was aber abgelehnt wurde.