Jedes Jahr müssen sich Künstler und Kulturschaffende, Vereine und Einrichtungen neu mit Projekten und Investitionsmaßnahmen bewerben, um ein Stück vom Kuchen abzubekommen. Das Geld reicht nicht, um alle Wünsche zu befriedigen. Die Richtlinien zur Kulturförderung, die sich der Kreistag selbst aufgestellt hat, lassen nur begrenzten Spielraum. Von insgesamt 41 Anträgen auf Zuschüsse wurden nur 25 bewilligt.
Gründe für Ablehnungen sind vielfach Formfehler, unzureichende Finanzierungspläne, nicht richtlinienkonforme Projektbeschreibungen oder einfach nur Mittelknappheit. So ging der Spielmannszug der SSV PCK 90 Schwedt leer aus, der für ein Frühlingskonzert 600 Euro Zuschuss beantragte, weil die Mittel nicht reichen. Der Verein Zuckermark Wallmow, Träger der Jugendkunstschule flur 1, bekommt keinen Cent für die Anschaffung von Auftrittskleidung. Solche Förderung sei in den Richtlinien nicht vorgesehen.
Der Antrag des Vereins Uckermärkischer Musikwochen ist zu spät im Kulturamt eingegangen. Abgelehnt. Der Gutshof der Romantik Bülowssiege bekommt kein Geld für neue Stühle, weil er mit nur einer Veranstaltung im Jahr keine nennenswerten Aktivitäten aufzuweisen hat. Die freischaffende Fotografin Anett Gerda Ohnesorge (Uckerland) wollte für ein Sommer-Kunstprojekt mit Kitakindern Zuschüsse vom Landkreis, geht jedoch leer aus, weil sie keine Angabe zur Fördersumme machte.
25 Vereine und Kunstschaffende können aufatmen. Ihre Anträge für 2010 wurden bewilligt, das oft schon von den Antragstellern vorfinanzierte Geld für Projekte und Investitionen wird nun fließen. Dazu gehören die Kindervereinigung Schwedt mit dem internationalen Zeichenwettbewerb, der Kunstverein Schwedt mit dem internationalen Landschaftsplenair, die Uckermärkische Literaturgesellschaft für das Projekt „Schreibend bewahren – schreibend einmischen“ und die Uckermärkische Musik- und Kunstschule Angermünde, für die 8000 Euro zweckgebunden zusätzlich zur Verfügung stehen.