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Mehr Lebensmittelsicherheit für Verbraucher

Beeskow . Wie können sich die Verbraucher vor gesundheitlichen Gefahren, Irreführung und Täuschung schützen? Um diese Frage zu beantworten, lud der Seniorentreff des DRK Dr. Sylvia Zinke zum Gespräch. Zwischen 14 und 15 Uhr informierte die Veterinärmedizinerin gestern die 30 Teilnehmer über ihre Arbeit zum Schutz der Verbraucher.

Gemeinsam mit ihren Kollegen vom Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt in Beeskow kontrolliert sie Betriebe und entnimmt dort Proben. "Im letzten Jahr haben wir um die 840 Proben entnommen", sagt Sylvia Zinke. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen vor allem auf Schlachtbetrieben, Großlagern, landwirtschaftlichen Betrieben, Mühlen, Händlern, Großküchen und Gastronomiebetrieben. "Bei einer Überprüfung nehmen wir sowohl den baulichen Zustand, die Einrichtungsgegenstände wie Maschinen, die Umkleiden und die Sanitärräume des Personals sowie die Hygiene der Endprodukte genau unter die Lupe", berichtete die Lebensmittelüberwacherin. Aber auch Proben von Zahnbürsten, Spielwaren oder Bettwäsche bis hin zum Dönerfleisch werden genommen. Ausschlaggebend für ein hygienisch einwandfreies Produkt ist jedoch nicht nur die einwandfreie Herstellung, sondern auch die fachgerechte Lagerung und Aufbewahrung. So zum Beispiel bei Lebensmitteln sowohl im Einzelhandel als auch im Haushalt. "Denn die Verbraucher können selbst eine ganze Menge tun, um vor verdorbenen Lebensmitteln zu schützen. Dazu braucht es nur einen Blick auf das Mindesthaltbarkeitsdatum und den Geruchs- bzw. Sehsinn", machte Sylvia Zinke deutlich. Allerdings ist das Mindesthaltbarkeitsdatum nur ein Anhaltspunkt und bedeutet nicht, dass das Produkt danach automatisch verdorben ist.

Gemeldet werden im Amt Beschwerden oder Erkrankungsfälle durch besorgte Bürger. "Wir prüfen dann die beanstandeten Produkte oder kontrollieren die gastronomischen Einrichtungen", sagte Sylvia Zinke.

Denn auch die Beratung sowie die Ahndung von Verstößen fallen in das Aufgabengebiet der Veterinärmediziner und Lebensmittelkontrolleure des Amtes. "Für die Sicherheit unserer Lebensmittel sind nicht nur die Industrie, der Handel oder staatliche Stellen verantwortlich sondern auch die Verbraucher selbst. Deshalb möchte ich die Bürger auch auffordern und ermuntern, sich bei uns zu melden, falls ihnen etwas auffällt", so Sylvia Zinke.

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