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Valentinstag: Wenn das Herz die Kassen klingeln lässt

Ein Schild in Herzform erinnert in einem Blumengeschäft in dem brandenburgischen Ort Velais (Märkisch-Oderland) an den Valentinstag.
Ein Schild in Herzform erinnert in einem Blumengeschäft in dem brandenburgischen Ort Velais (Märkisch-Oderland) an den Valentinstag. © Foto: dpa
11.02.2012, 10:03 Uhr - Aktualisiert 11.02.2012, 10:09
Velais (DPA) Der Valentinstag steht vor der Tür und der Handel macht sich Sorgen. Denn die klirrende Kälte könnte den Händlern einen Strich durch die Rechnung machen. Bei "Schietwetter" mag keiner rausgehen, sagen Experten.

 

Wenn das Herz die Kassen klingeln lässt: Am 14. Februar ist Valentinstag, der Tag der Liebenden. Der Einzelhandel hofft auf ein lukratives Geschäft, schließlich wollen viele Kunden dem Schatz etwas schenken. Jedoch droht die klirrende Kälte dem Handel einen Strich durch die Rechnung zu machen. "Das Wetter könnte den Verkauf zum Valentinstag verderben", sagt der Geschäftsführer des Bundesverbandes Parfümerien in Düsseldorf, Elmar Keldenich.

 

Damit haben die Händler schon traurige Erfahrungen gemacht. "2010 lief das Geschäft am Valentinstag deutlich schlechter als gedacht", sagt die Produktmanagerin im Bereich Blumen- und Zierpflanzen vom Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI), Britta Biegler, in Bonn. Grund war das verschneite, grau-triste Winterwetter. "Das beeinflusst die Kauflust der Verbraucher", erzählt die Marktexpertin. Blumen, der klassische Verkaufsschlager zum Valentinstag, wurden weniger gekauft. "Bei Schietwetter will keiner rausgehen", sagt Parfümerie-Verbandschef Keldenich. Die Kauflust der Verbraucher sei extrem wetterabhängig.

 

Wenn die Sonne aber herauskommt, schenken die Bundesbürger am Valentinstag von Herzen gerne. Der Klassiker ist ein Blumenstrauß. Floristen machen am 14. Februar bis zu 100 Prozent mehr Umsatz als sonst, sagt Biegler. Die rote Rose sei immer noch der Verkaufsrenner. Doch die Branche setzt 2012 auch auf neue Trends: Frühlingssträuße in pastelligen Tönen wie rosa Tulpen, zarten Kamillen und Chrysanthemen gebunden in Herzformen, als Vorboten des Frühlings.

 

Die Bundesbürger geben im Jahr für Blumen rund 105 Euro aus. Davon gingen 37 Euro für Schnittblumen drauf, erläutert Nicola Fink, Sprecherin vom Fachverband Deutscher Floristen in Gelsenkirchen. Vor allem die Herren schenken ihrem "Sweet Valentine" daheim Blumen, das gilt insbesondere für ältere Semester.

 

Auch Parfüms sind ein beliebtes Valentinstagsgeschenk. Wichtig ist dabei die Verpackung, sie muss den Kunden ansprechen, erzählt Keldenich. "Verpackungen in Form von Herzen gehen besonders gut."

 

Dem kann Torben Erbrath vom Bundesverband der Süßwarenindustrie nur zustimmen. "Herz geht immer. Aber der Gipfel der Freuden zum Valentinstag ist ein Blumenstrauß, kombiniert aus Blumen und Süßigkeiten", sagt Erbrath. Dabei verschenke der Kunde gerne Schokolade sowie Marzipan und Bonbons, in Herzform versteht sich. Der Hit unter älteren Kunden sind Pralinen. Dagegen verschenken jüngere Menschen zum Valentinstag auch häufiger mal eine Tasse, die mit verschiedensten Schokoladensorten gefüllt ist.

 

Auch viele Parfümerien spüren am Valentinstag einen kleinen Boom. "Der Valentinstag hat natürlich bei weitem nicht die Bedeutung von Weihnachten, aber er ist schon mit einem deutlichen Umsatzanstieg verbunden", sagt Michael Rotermund, Sprecher der Parfümerie Douglas in Hagen. Wie viel mehr Umsatz, mag er nicht verraten.

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