Strausberg (moz) Nicht nur viele Eigenheimbesitzter werden im nächsten Jahr als „Altanschließer“ vom Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE) Beitragsbescheide bekommen. Auch Kommunen, deren Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaften müssen dann Forderungen in Millionen-Höhe erfüllen. Die Einnahmen belaufen sich auf rund 20 Millionen Euro.
Elke Stadeler ist richtig sauer, wenn sie auf die Altanschließerbeiträge zu sprechen kommt. „Da haben die Kommunen seinerzeit ihr Vermögen in den Zweckverband eingebracht und jetzt sollen sie noch einmal bezahlen“, erregt sich die Strausberger Bürgermeisterin. Ihr Rüdersdorfer Amtskollege André Schaller pflichtet ihr bei.
WSE-Verbandsvorsteher Henner Haverkorn kann die Verärgerung nachvollziehen. „Wir haben das nicht gewollt“, sagt er immer wieder. Aber da Juristen reduzierte Beiträge als fragwürdig sehen und Prozesse befürchtet werden, verordnete das Land, die Summen für die Altanschließer so zu ermitteln wie für Neuanschlüsse. Betroffen sind jene Grundstücke, die schon vor dem 3. Oktober 1990 an die Kanalisation angeschlossen waren.Haverkorn erinnert auch daran, dass das Vermögen in Strausberg und anderswo damals schon „weitgehend abgeschrieben war“. Natürlich seien die Anlagen weiter genutzt worden. Andererseits habe der WSE aber auch gerade in Strausberg umfangreich investiert. Haferkorn spricht von 16 Millionen Euro, die in den Schmutzwasserbereich geflossen seien. Die Strausberger Innenstadt sei inzwischen abwassertechnisch saniert. „Der Hauptsammler ist praktisch außer Betrieb, das Wasser kommt über Druckleitungen“, so der Verbandsvorsteher.
Wie hoch genau die Forderungen an Kommunen, Wohnungsbaugesellschaften, -genossenschaften und Hauseigentümer sind, steht bislang noch nicht überall fest. „Wir ermitteln das gegenwärtig“, sagt Haverkorn. Klar ist bereits, dass Strausberg rund 728 000 Euro überweisen soll. „Allein für die mehrgeschossigen Schulen mit den großen Flächen sind das um die 354 000 Euro“, sagte der Vorsteher. Bei der Strausberger Wohnungsbaugesellschaft hat sich die anfängliche Summe inzwischen auf gut zwei Millionen erhöht. Die Wohnungsbaugenossenschaft „Aufbau“ soll 800 000 Euro überweisen. Für die Stadt wie auch für die beiden Einrichtungen geht das zu Lasten von Investitionen.
Ähnlich hart betroffen ist Rüdersdorf, wo insgesamt 2,4 Millionen Euro abfließen sollen. Die Wohnungsbaugesellschaft soll demnach 567 000 Euro zahlen. „Wir haben schon mal das Sanierungsprojekt für den Friedrich-Engels-Ring 16 bis 21 runtergefahren“, sagt Geschäftsführer Engelbert Mothes. Auch bei der Wohnungsbaugenossenschaft Rüdersdorf müssten wegen der geforderten 450 000 Euro Projekte zurückgestellt werden, heißt es. „Betroffen ist laut Vorstandsvorsitzender Kerstin Jupa insbesondere der altengerechte Umbau.
Beispielrechnung des WSE:
Für ein 1000 Quadratmeter großes Grundstück, bebaut mit einem zweigeschossigen Einfamilienhaus, werden 3270 Euro fällig
Im Internet gibt es unter www. w-s-e.de einen Beitragsrechner.
Jonas, Moritz und weitere Kinder der Kita Zwergenland in der Philipp-Müller-Straße waren Mittwochvormittag etwas aufgeregt. Sie hatten nämlich ein... mehr
Bereits seit 18 Jahren ist das Tierheim Wesendahl für die Stadt Bad Freienwalde und ihre Ortsteile Partner zum Bergen und Aufnehmen von Fundtieren. ... mehr
Verein will? pulsierendes? Leben fördern Er hat sich Zeit gelassen mit der öffentlichen Vorstellung, der Förderverein „ Kirchen Gielsdorf und Wilkendorf... mehr
